Posts mit dem Label REISEBERICHTE werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label REISEBERICHTE werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 11. Mai 2014

Playa del Carmen Reisebericht

Playa del Carmen, was für eine Touristenhochburg, noch viel touristischer als Cancun Zona Hoteleria. Als wir mit dem Auto in Playa ankamen, lotste uns unser Navi direkt an die falsche Adresse, so hiess es abermals einen Einheimischen fragen, wo unser Hotel ist. Nach einer Weile fanden wir heraus, dass wir nicht zu unserem Hotel fahren durften, da der Weg dazu geradewegs durch eine Fussgängerzone verlief. So suchten wir sicher eine halbe Stunde einen kostenfreien Parkplatz und nahmen unsere Rucksäcke auf die Schultern und marschierten zu unserem Hotel Pelicano Inn. Ein kleiner Seiteneingang war mit dem Namen angeschrieben. Dieses Hotel hat einen direkten Zugang zum Strand mit eigenen Liegen und einem Restaurant am Strand. Unser Zimmer war ganz in Ordnung und wieder einmal mit zwei Doppelbetten ausgerüstet. Wir fanden dieses doch recht günstige Hotel im Internet und waren froh, ein Hotel in unserem Preissegment direkt am Strand gefunden zu haben. Uns hat es hier gut gefallen.

Alles war sehr sauber und der eine Kellner am Strandabschnitt, kannte unsere Vorlieben für Cocktails schon nach dem zweiten Tag. Hier gab es für einen relativ guten Preis super Mojitos. Unser Ziel war es in der letzten Woche noch ein bisschen am Strand zu sonnen und es uns nochmals gut gehen zu lassen. Nach den regenreichen Tagen in Bacalar, konnten wir hier nochmals richtig Sonne tanken. Obwohl die Wettervorhersagen für jeden einzelnen Tag nicht die besten waren, war es meist sehr schön und super warm. Playa del Carmen ist im Zentrum und entlang der Küste extrem dicht bebaut und es reihen sich Resorts und Hotels aneinander. Jedes mit eigenem Strandabschnitt, jedoch ist die ganze Beach öffentlich. Unser Hotel lag wirklich mitten im Kuchen und nur eine Strasse weiter, war die Touristenbummelhauptstrasse, an der so ziemlich alle Restaurants, Souvenierläden und Strassenverkäufer vertreten waren. Bald fanden wir ein super mexikanisches Restaurant, in dem wir die lokale Sopa de Lima oder feine Fajitas mehrmals genossen. Das Essen in Mexiko schmeckt ausgezeichnet. Wir haben fast alles ausprobiert und jeder von uns fand seine Favoriten. Nicole schmeckten die Quesedillas sehr gut, ein Maisfladen gefüllt mit Käse und Gemüse. Meine Lieblinge waren Tortas mit Pouletfleisch und Käse oder die Sopa de Lima, eine Hühnerfondsuppe mit Limettengeschmack.

Weiter vorne hatte es so etwas wie eine Shoping Mall, ein Einkaufszentrum mit allen möglichen Marken vertreten. Eine davon war, Victorias Secret, was das Herzchen von Nicole wieder einmal höher schlagen liess. Einen tollen Nike Shop war schon eher meine Adresse. Wir genossen die Zeit noch einmal mit Einkaufen zu Tiefstpreisen, obwohl die Preise hier, doch etwas höher liegen als im mexikanischen Durchschnitt. Doch in den Top Marken Shops war dies nicht unbedingt der Fall, denn im Vergleich zu Amerika, ist hier nochmals alles günstiger. Etwas nerviger waren die Strandverkäufer und die Strassenverkäufer, die uns alle mit „Ola Amigo“ angesprochen hatten und uns gefälschte Cuba Zigarren andrehen wollten.

Unser Tagesprogramm sah nicht sehr verschieden aus, da wir vor allem am wunderschönen Strand unsere Zeit versüssten. Das Wasser ist hier türkisblau und das Meer ist nicht sehr ruhig, da es zum Teil hohe Wellen hatte, hatten wir aber unseren Badespass. Unser Hotel war nicht sehr gut besucht, da die Hauptsaison schon vorüber war und so konnten wir fast alleine den ganzen Strand nutzen.
Wir schossen noch fleissig Fotos und drehten einige Videos mit unserer Unterwasserkamera, welche bis anhin immer noch sehr gut in Schuss war. Zum Glück haben wir so eine Kamera gekauft, wir werden zuhause unser kleines Weltreisefilmchen schneiden, um unsere Erinnerungen daran lebendig zu halten.

Unsere letzte Woche Strandurlaub verging leider rasend schnell, jetzt da wir uns so schön daran gewöhnt hatten zu reisen, mussten wir uns langsam damit abfinden, bald wieder in die kalte Schweiz zurückzukehren und ins normale Alltagsleben einzutreten. Die eineinhalb Monate Mexiko vergingen im Rückblick wirklich sehr schnell.

Nach ein paar Tagen haben wir bemerkt, dass unser Mietwagen eigentlich nur eine temporäre Lizenz hatte und diese bereits seit Tagen abgelaufen war. Wir hatten gedacht, dies sei nicht unser Problem, da wir ja klar und deutlich dem Vermieter Alamo Rental Cars gesagt hatten, bis wann wir dieses Auto brauchen. Jedoch scheint dies in Mexiko kein Problem darzustellen, denn dies hatte schlicht niemanden interessiert. Wir hatten unser Auto an einem zentralen Platz abgestellt, direkt neben einem Polizeiposten. Am letzten Tag, als wir das Auto mit unserem Gepäck beluden, fiel uns auf, dass jemand absichtlich Kratzer von ganz vorne, über beide Türen, bis nach hinten hinterlassen musste, super. Jedoch als wir den Wagen zurückgaben, hatte der Vermieter die Kratzer nicht bemerkt. Glück gehabt.

Gegen Ende der Woche bemerkte man deutlich den Besucherschwund und es wurde ein wenig besser um auf der Hauptverkaufsstrasse zu flanieren. Ich habe mich noch ein wenig überreden lassen, ein etwas überteuertes Nationalshirt der Fussballequipe von Mexiko zu kaufen. Hier habe ich im Gegensatz zu Thailand, sicher den vierfachen Preis für ein Fussballtrikot bezahlt. Dafür war aber die Qualität nicht schlecht. In Mexiko handeln die Verkäufer relativ gerne und man ist gut damit beraten, von Anfang an zu sagen, das man kein Gringo, also Amerikaner ist. Denn diese ziehen sie so richtig gerne über den Tisch und verlangen gerne mal den doppelten Preis, als für einen Europäer. Schweizer und Italiener finden sie richtig toll, einfach gegen die Amis haben sie was :-)

Nun haben wir die letzten zwei Nächte in Cancun gebucht und fahren zum vierten mal dorthin. Zum Abschluss geniessen wir nochmals richtig die mexikanische Küche und verweilen uns noch am Pool.

Ob es uns dort noch gefallen hat und ob wir den Flug nach Basel über Frankfurt erwischt haben, lest ihr in unserem nächsten und letzten Reisebericht, bevor wir noch das Fazit und den ganzen Weltreise Übersichtsbericht schreiben.

Euer Weltreiseteam
Nicobi

Samstag, 10. Mai 2014

Laguna Bacalar Reisebericht

Es ist schon ein gutes Stückchen Autofahren, bis man von Tulum aus Bacalar erreicht. Doch die 3 Stunden flitzen mit unserem liebgewonnen kleinen Hiundai gingen relativ, in gefühlter Zeit, schnell herum. Die Strassen waren wieder in Top Zustand und fast Menschen beziehungsweise Auto leer. Leider hatte es im ersten Abschnitt tausende von herumfliegenden Schmetterlingen, jeder einzelne war wunderschön, meist in schwarz mit leuchtend blauen Streifen, doch genau jene beschlossen auf der langen Strasse ihre Paarungsflüge zu veranstalten. Diesen konnte man nicht ausweichen, denn sie besiedelten die ganze Strasse. So kam es, dass wir einige Exemplare mit unserer Kühlerhaube erwischt hatten. Auf halber Strecke waren die Schmetterlinge bläulich und gegen Ende meist gelb und dies in einer verblüffenden Grösse.

Unser Hotel fanden wir erst durch Hilfe einiger Stadtbewohner, welche uns den Weg wiesen. Das Posada Guadalupe war in der Innenstadt, nicht weit vom Ufer des berühmten Sees entfernt. Als wir die kleine Treppe zu der doch recht kleinen Unterkunft heraufstiegen, es hatte 5 Zimmer, riefen wir laut „Ola“ nachdem wir die Rezeption verlassen vorgefunden hatten. Erst nach einigen Minuten kam Antonio der Besitzer aus einem Zimmer hervor und begrüsste uns herzlich. Wir bezogen unser Zimmer, welches wie eigentlich jedes Zimmer in Mexico über zwei Doppelbetten verfügte. Wir hatten uns immer gefragt, ob die Mexikaner in getrennten Betten schlafen, denn dies ist wirklich überall so gewesen. Unser Zimmer war recht nett, mit Klima und einem relativ neuen Badezimmer. Wir erkundeten am ersten Tag die Strandabschnitte und den See, welcher von den Einheimischen „See der 7 Farben“ genannt wird. Leider waren bis auf einige winzige Abschnitte alles in Privatbesitz und mit ziemlich protzigen Villen und Hotels bebaut. Die Strände selbst waren nicht begehbar und wir nervten uns ein kleines bisschen darüber. Es hatte einige Badeanstalten, welche gegen eine kleine Gebühr betreten werden durften und die meisten hatten lange Stege in das überraschend klare türkisfarbene Wasser, welche ganz vorne meist mit einem Strohdach über einer kleinen Plattform endeten. Wirklich ein wunderschönes Bild, recht idyllisch schienen uns die kleinen Inseln, welche mitten im See durch ihre krass hellblaue bis grüne Farbumrandung hervorstachen. Dieser See besteht wirklich aus vielen verschiedenen Farbtönen, welche durch die tiefe des Wassers total verschieden waren.

Am ersten Abend buchten wir über einen Freund von Antonio einen Tagesausflug mit einem Boot. Dieser sollte uns zu drei verschiedenen Cenotes „Wasserlöcher“ und zu verschiedenen schönen Badeorte bringen. Der erste Stopp war im Piraten Kanal, in dem wir uns ein wenig Schlamm auf unsere Körper und unser Gesicht schmierten, dies sollte sehr gut für die Haut sein und eine reinigende Wirkung haben. Die Sonne schien und wir genossen mit der kleinen Gruppe ein Bierchen während dem schwimmen. Leider hatte das Wetter es nicht sonderlich gut mit uns gemeint und der Himmel fing an dunkler zu werden. Bald schon regnete es wie aus Kübeln und nach etwa einer Stunde war sogar Sturm angesagt. Unser Guide wollte aber unbedingt seine Tour mit uns fertigmachen und so brausten wir die Plätze ab, welche er uns zeigen wollte. Einmal hielt er an einem Steg an und seine Frau ging an Land. Wir erfuhren erst später, dass sie ab dem Wetter Angst bekam und lieber an Land blieb. So trugen uns die immer grösser werdenden Wellen mit ihnen und es fing allmählich an zu blitzen und der Regen wurde immer stärker. Die ganze Besatzung versuchte sich vor den heftigen Tropfen zu schützen, denn diese verursachten doch einige Schmerzen beim Auftreffen auf unserer Haut. Es waren auch Kinder an Bord und diese hatten alle einen ziemlich verzweifelten Ausdruck im Gesicht. Als es ganz heftig wurde, brach er die Tour doch noch ab und versuchte an Land einen Unterschlupf zu finden, um die schlimmsten Böen abzuwarten. Als es wieder einigermassen besser wurde, fuhr er uns zur Ausgangsstelle zurück und brachte uns mit seinem Auto wieder ins Hotel. Was für ein Abenteuer. Leider konnten wir die ersehnten Fotografien des doch sehr schönen Gewässers nicht so machen, wie wir es geplant hatten. Schade. Im Hotel angekommen, empfingen uns zwei riesige Wasserpfützen im Zimmer, denn das Dach des Hotels war nicht dicht. So musste Antonio noch kurz saubermachen, bevor wir das erste Mal in Mexico die Klimaanlage auf heizen stellten.

Nach Recherche im Internet wurde uns bewusst, dass die nächsten Tage in Bacalar nicht viel besser werden würden, so entschlossen wir uns die ursprünglich geplanten drei Nächte auf zwei zu verkürzen und uns ein Hotel weiter nördlich in Playa del Carmen zu reservieren. An diesem Abend unterhielten wir uns noch mit Antonio über Gott und die Welt und wir genossen nach einem feinen Nachtessen die Ruhe im Bett.

Am nächsten Morgen gingen wir mit Antonio noch Frühstücken und verabschiedeten uns gegen Mittag von ihm und düsten wieder Richtung Tulum. Unterwegs regnete es heftig und wir fuhren mit dem Wetter angepassten Tempi, denn es hatte richtige Bäche auf der Strasse.

Ob wir gut in Playa del Carmen angekommen sind und ob wir unseren letzten Ort direkt am Meer mit Sandstrand vor unserer Heimreise richtig genossen, lest ihr in unserem nächsten Reisebericht.

Euer Weltreiseteam
Nicobi

Freitag, 2. Mai 2014

Tulum Reisebericht

Nach der wunderschönen Besichtigung der Ruinen in Coba sind wir direkt nach Tulum gedüst. Auf relativ perfekten Strassen fuhren wir angenehm neben Buschbränden und Souvenirverkäufern Richtung Badeferienparadies Tulum. Die Bauern hier roden ihre Äcker nicht, nein sie brennen die Buschlandschaften einfach nieder, was wiederum zu teils dickem Rauch auf der Strasse führte, jedoch sahen wir noch genug um geradeaus zu fahren :-) In dem relativ kleinen Städtchen Tulum gibt es zwei Hauptgebiete, erstens die Strasse entlang der Küste, welche mit Hotels im Dominostil bebaut waren und alle einen privaten Strandabschnitt besitzen. Zweitens gibt es die Stadt Tulum, welche zirka zwei Kilometer vom Strand im inneren des Landes liegt. Hier gibt es eine grosse Hauptstrasse mit vielen Restaurants und Souvenirshops, die Nebenstrassen waren weniger eine Attraktion, da alles auf die eine grosse Strasse konzentriert war.

Unser erstes Hotel lag zwischen Strand und Städtchen und war direkt neben einem grossen Supermarkt beheimatet. Unser Zimmer war eher ein Bungalow, jedoch trotzdem mit einer Klimaanlage und einem Kühlschrank gut bestückt. Nur roch es ein wenig streng nach Kanalisation, was wohl daran lag, dass das Putzteam vergessen hatte einen Plastikdeckel auf den Duschabfluss zu legen. Also ab in den Supermarkt und gleich nach dem nächsten Raumspray gegriffen, frisches Gras war die Duftnote, welcher uns die erste Nacht zu Überbrücken verhalf. Die Fenster hatten keine Scheiben, waren aber mit Moskitonetzen ausgestattet, was aber nur einige Moskitos daran hinderte sich ihre Leibspeise, uns, zu besuchen. Moskitostiche in Mexico sind ziemlich heftig und beissen extrem, auch schwillt die Stelle auf und man muss sich wirklich zurückhalten, sich nicht blutig zu kratzen.

Nach der ersten Nacht und einem Trinkgeld für die Putzfrau, war plötzlich ein Deckel vorhanden, welcher den strengen Geruch doch beträchtlich dezimierte. Nun war es recht angenehm im Zimmer und wir konnten uns unserer Hauptaufgabe, das Bräunen am Strand, widmen. Mit dem Auto war es einen Katzensprung zum öffentlichen Beachabschnitt, welcher mit tollem weissen feinen Sand und sehr klarem türkis blauem Wasser auftrumpfen konnte. Endlich, wir waren wieder am Strand und genossen die Vorzüge so richtig, gingen einige Male ins Wasser um abzukühlen und holten uns den langersehnten Sonnenbrand, welcher uns in die nächste Braunheitsstufe beförderte. Es war ein Genuss und das Wetter spielte mit. Unser Parkplatz am Strand wurde wie meist durch einen Polizisten bewacht, der uns höflich wie sie hier sind, beim Einparken behilflich war. Die Polizei in Mexico ist omnipräsent und zu Touristen sehr nett. Selten in unserem Leben haben wir eine derartige Anzahl von Polizeieinheiten gesehen, denn hier gibt es die lokale Polizei, die staatliche Polizei, die Verkehrspolizei und die Touristenpolizei. Jede dieser Einheiten ist überall zu sehen und machen auch überall Kontrollen, auf der Strasse sah man oft eine Sperre die eine Einheit errichtet hatte um die Verkehrsteilnehmer genauer zu Begutachten. Die yukatanische Halbinsel ist sehr sicher und die Polizeipräsenz konnte die Kriminalitätsrate drastisch senken. Früher soll es hier eindeutig anders gewesen sein. Auch das Militär sieht man öfters, welche aber eher im Hintergrund agieren.

Natürlich durften wir ein Besuch in der archäologischen Zone nicht verpassen und bestaunten die alten Ruinen, die direkt ans Meer gebaut wurden mit hunderten anderen Touristen. Es ist wirklich so wunderschön wie auf allen Fotos, die wir zuvor bei unseren Recherchen angesehen hatten. Die Mayas wussten schon wo es schön ist, und diese Tempelanlage ist sehr einzigartig gebaut, nicht mit Pyramiden wie so oft, sondern mit eher Turm orientierten Bauten. Wie so oft war es während unserem Besuch unerträglich heiss und wir kürzten deshalb unsere Besichtigungsrunde auf die wichtigsten und schönsten Ruinen entlang der Küste ab. Die anderen Ruinen erinnerten uns eher an alte Burgruinen aus unseren Gefilden. Was hier wirklich toll ist sind die Leguane die man überall sehen kann. Zum Teil posieren sie richtig und haben keine Angst vor Menschen, was zu einigen Annäherungsversuche führte, während wir das perfekte Bild zu schiessen versuchten.
Zum Glück haben wir unseren kleinen Flitzer, welcher uns die langen Wege zwischen Hotel und Ruinen oder Hotel und Strand erspart hatte. Überall kann man Fahrräder mieten, jedoch bei dieser Hitze ist dies wahrlich kein Vergnügen, was wir an den zum Teil roten und nassen Köpfen der Fahrenden sehen konnten. Wir hingegen genossen unsere Klimaanlage im Auto und überbrückten so die Mittagshitze ohne gross Flüssigkeiten zu verlieren.

Unser zweites Hotel, das Pavo Real Resort, lag etwas ausserhalb von Tulum und war eine All-Inklusive vier Stern Anlage, direkt am Strand mit drei separaten Pools und einem super Buffet Restaurant. Hier hatten wir vier Nächte gebucht und wollten nichts ausser sonnen und essen tun. Erstaunlich war das hier zirka achtzig Prozent italienisch sprachen und daher das Buffet sehr auf italienisches Essen ausgelegt war, was uns natürlich entgegenkam. Alles Inklusive lohnt sich zum Teil schon, da man alle Mahlzeiten, alle Getränke, selbst Cocktails, Bier und Wein schon bezahlt hat und man einfach reinhauen kann. Die Anlage selbst war sehr gepflegt und auch unser Zimmer mit direktem Meerblick war einfach fantastisch. Jeden Abend gab es Unterhaltung, falls man dies möchte und die Stimmung war sehr entspannt, da auch nur etwa die Hälfte des Hotels ausgebucht war, gab es auch keinen Kampf um Liegestühle oder ums reichhaltige Buffet. Die Dessert Auswahl war besonders hervorzuheben, was natürlich die Laune von Nicole drastisch anhob und für mich gab es immer gutes frisch gebratenes Fleisch welches auch vorzüglich mundete. Hätten wir so in Restaurants gegessen, wäre dies um einiges teurer gekommen, denn wir schlugen uns die Bäuche von Morgens bis Abends so richtig voll. Leider hiess es nach vier Tagen entspannen und sonnen schon bald wieder packen und wir konzentrierten uns auf die anfallende lange Fahrt Richtung Laguna de Bacalar, ein Süsswasser- und Salzwassersee, dessen Schönheit wohl einzigartig sein sollte.

Ob wir heil in Bacalar angekommen sind und ob dieser See wirklich so schön und klar ist wie erhofft, lest ihr in unserem nächsten Reisebericht.

Euer Weltreiseteam
Nicobi

Samstag, 26. April 2014

Valladolid - Chichen Itza - Izamal - Coba Reisebericht

Zur Überbrückung hatten wir noch einmal eine Nacht in Cancun, in unserem ersten Hostel eingelegt. Dieses Mal hatten wir etwas mehr Glück mit dem Zimmer und wir bekamen eine noch ordentliche Matratze, welche uns auch den verdienten Schlaf ermöglichte, den wir nach der langen Fähre- und Busfahrt von Holbox, sehr genossen. Am Morgen hiess es, ab zur Autovermietstation von Alamo Rental Cars, die selbe Gesellschaft mit der wir schon in Amerika gut fuhren. Da wir die günstigste Klasse gemietet hatten, erhofften wir uns nicht allzu viel und so kam es dann auch. Einen sehr kleinen Hyundai i10, der glaube ich kleiner als ein Smart ist. Doch der kleine Rennwagen hat uns bis jetzt sicher durch den doch sehr chaotischen Verkehr in Mexico verholfen. Hier fährt jeder wie er will, mal rechts, mal links Überholen, egal, mal ein Rotlicht überfahren, egal, auf einer Schnellstrasse rasen oder schleichen, auch egal, es sind doch alle recht entspannt unterwegs und wenn keine Polizei zu sehen ist, muss man sich an keine Regeln halten. Wir haben uns informiert, dass man nur bei Polizeigefahr ordentlich fahren sollte und dann auch den Blinker nutzen muss, was eigentlich hier niemand macht. Fährt einer vor dir und blinkt links, heisst das meistens, dass man überholen kann. Die Taxis haben ständig die Warnblinkanlage am laufen und falls man mal zu schnell war und die Polizei ein Regelbuch ins Auto streckt, heisst dies man sollte gefälligst ein paar Pesos lockermachen:-) I like.

Am selben Tag sind wir auf der gebührenfreien Strasse nach Valladolid gedüst. Nach endlos langen und vor allem geraden Strassen in sehr guten Zustand, kamen wir nach etwa einer Stunde in der wunderschönen kolonialistischen Stadt an. Leider fand unser bester Helfer, dass Navi von Google das Hotel nicht auf Anhieb und so versuchten wir es auf eigene Faust zu finden. Nach drei Runden um den selben Block und mit Hilfe einer netten Ladenverkäuferin haben wir es dann doch noch gefunden. Ein super tolles Hotel, praktisch mitten in der zentralen Zone, dessen Stadtbild hauptsächlich von der alten, aber riesengrossen Kirche und den kolonialistischen Fassaden rund um den zentralen Stadtpark geprägt war. Wir genossen diese sehr gemütliche Athmosphäre und fingen mit einem kleinen Stadtrundgang an, welcher uns vor allem zu alten Kirchen führte. Genüsslich genossen wir nach getaner Arbeit ein kühles Bier oder Cola und assen feine Tortilla Chips mit der bis anhin besten Guacamole in Mexico. In der Nacht ist die Kirche wirklich sensationell beleuchtet und wir schossen noch ein paar Fotos. Im Stadtpark hatten die einheimischen Verkäufer alle Verkaufsstände mit Flip Flops oder Lederschuhen aufgebaut, nach Recherche wussten wir, dass dies ein Spezialität dieser mexikanischen Kleinstadt war, denn auch in den normalen Läden entlang der Strassen, hier Callas genannt, konnte man vor allem Schuhe kaufen. Wir beschlossen früh schlafen zu gehen, denn am nächsten Morgen wollten wir die alte Maya Stätte Chichen Itza besuchen, die wohl Weltweit für seine Stufenpyramide bekannt ist.

Unser Plan war möglichst früh da zu sein, um der ganzen Touristenmasse zu entkommen, die laut Internet, so gegen elf Uhr mit hunderten von Reisebussen aus den Touristenhochburgen eintreffen. Und unser Vorhaben ging auf, Punkt acht Uhr machen die Pforten auf und wir waren bei den ersten die das Areal betreten konnten. Nicht einmal die Souvenirverkäufer, welche fast jeden freien Platz entlang der Wanderwege belegten, waren da. Wir konnten die grosse Pyramide in Ruhe von aussen besichtigen und auch ohne Touristen auf dem Foto ablichten. Auch die Temperaturen waren noch einigermassen erträglich und so erkundeten wir das doch eher kleine Gelände, im Vergleich zu Angkor What. Es hatte etwa vier Gruppen von antiken Bauten welche mit einem schönen Fussmarsch locker zu erreichen waren. Erst als wir beim letzten Tempel angekommen waren, sahen wir die Massen von Touristen, die jetzt langsam in die Anlage geströmt kamen. Leider kann man keine einzige Ruine von innen ansehen, noch kann man auf die berühmte Pyramide steigen um einen Ausblick über die ganze Anlage zu geniessen. Relativ wenig Reliefs waren noch ersichtlich, die meisten sind sehr verwittert und liessen uns nur erahnen, wie es früher einmal ausgesehen haben könnte. Leider haben die Archäologen und Restauratoren auch nicht wirklich eine grosse Arbeit in die Wiederherstellung der Reliefs und Verzierungen geleistet. Ein Tempel war noch in gutem Zustand und so konnten wir doch noch ein paar Zeichnungen sehen. Eine Mauer war voll mit gemeisselten Totenschädel und die eine Anlage hatte noch gut erhaltene Säulen, welche aber auch für Besucher gesperrt waren. Trotzdem war es ein super toller eindrücklicher Tag, auf welchen wir schon lange entgegengefiebert hatten. Zur Mittagszeit wurde es unerträglich heiss und die Sonne brannte so richtig, da fast die ganze Anlage keinen Schatten bot, machten wir uns auf den Weg zum nächsten Ziel, die Stadt Izamal.

Izamal wurde uns von dem Hotelbesitzer in Holbox empfohlen und war eine richtig romantische kolonialistische Kleinstadt, welche im Stadtzentrum mit den ausschliesslich in Gelb gehaltenen Häuser und der riesengrossen Kirche, ebenfalls in Gelb trumpfen konnte. Unser Hotel war Extraklasse, mit direktem Blick auf die Stadtkirche, einem sehr gepflegten Garten und einem super schmucken Zimmer, welches ein Badezimmer zu bieten hatte, welches bis jetzt Abstandslos an der Spitze der mexikanischen Hotels lag. Gleich nach dem Einchecken besuchten wir die alles dominierende Kirche und waren ab ihrer Bauweise und Schönheit sehr erstaunt. Als wir das Kirchenareal verliessen, liessen wir uns noch zu einer Kutschenfahrt durch das Städtchen hinreissen, welche alte Pyramiden mitten in der Stadt vorzuweisen hatten. Die grösste war nur noch zur Hälfte da, da mit ihren Steinen die riesige Kirche gebaut wurde. Wir genossen den Abend in einem mexikanischen Restaurant und liessen uns von der Köchin einige yukatanische Spezialitäten kochen, welche uns hervorragend gemundet hatten. Leider hatten wir nur eine Nacht in dieser sehr relaxten und wunderschönen Stadt gebucht, bevor wir Richtung Tulum fuhren. Auf dem Weg nach Tulum besuchten wir noch die alte Maya Stätte Coba, welche auch sehr eindrücklich, aber nicht so touristisch besucht war. Eine Hauptattraktion war die eine grosse Pyramide, welche man noch betreten durfte. Nicole und ich bestiegen natürlich diese und waren ab dem Ausblick begeistert, der Weg nach oben war kein Problem, doch steht man einmal auf der Pyramide hat man beim Gedanken wieder hinabzusteigen doch ein mulmiges Gefühl. Die Steine sind durch die vielen Besucher sehr glatt getreten und man musste aufpassen nicht auszurutschen. Wir mieteten Fahrräder, um die doch gewaltig langen Strecken zwischen den Ruinengruppen zu meistern, dies hat sich eindeutig gelohnt. Nach einer Weile beschlossen wir, uns auf den Weg nach Tulum vorzubereiten und verhandelten noch mit einem Souvenirhändler welcher uns eine Decke anbot. Wir beschlossen, die sicher ein Kilogramm schwere Decke mit einem Maya Kalender zu kaufen, da sie uns sehr gefiel. Nur wissen wir noch nicht genau, wie wir diese in unserem Reisegepäck verstauen werden.

Wie es uns in Tulum gefallen hat und ob wir nach einer Woche froh waren, wieder an einem schönen Strand zu sein, lest ihr in unserem nächsten Reisebericht.

Euer Weltreiseteam
Nicobi

Sonntag, 20. April 2014

Isla Holbox Reisebericht

Die Überfahrt zur Insel Holbox verlief problemlos und wir genossen die Sonne an Deck, nachdem wir einen kleinen Spurt hinlegen mussten, um die Fähre noch zu erreichen. Nach gut 20 Minuten fuhren wir in dem Hafen ein und wurden von wartenden Taxifahrern umworben. Auf dieser Insel gibt es eigentlich keine Autos, hier fährt man auf Golfwagen oder auf einem Fahrrad. Es gibt nur einen Ort und dieser hat keine geteerten Strassen, ebenso hat es keine Bankomaten und man ist gut damit beraten etwas Geld auf die Insel mitzubringen. Ab und zu kann man in einem Restaurant mit Kreditkarte bezahlen, dies war aber eher eine Ausnahme.

Unsere erste Residenz war das Golden Paradise Hotel, in welchem wir die ersten drei Nächte gebucht hatten. Leider konnten wir nicht die ganze Woche in dieses Bungalow mit Klimaanlage mieten, da unser Eintreffen sich genau mit der äusserst beliebten Osterwoche deckte. Daher wechselten wir nach drei Nächten in das etwas teurere Casa del Viento, welches uns aber auch sehr gut gefallen hatte. Im ersten Hotel hatte es nur sechs Zimmer und war daher sehr ruhig, da es auch nicht an einer „Hauptstrasse“ lag. Hier gibt es ungefähr drei Strassen an welchen die verschiedenen Restaurants lagen, gut es waren zirka 20 Restaurants auf der ganzen Insel, jedoch haben wir hier immer verschieden und sehr gut gegessen. Leider sind alle Restaurants auch etwas teurer, nur bei den Essständen an den Strassen konnte man etwas kostengünstiger speisen, diese boten meist mexikanische Spezialitäten wie Tortillas, Fachitas, Nachos oder Tortas mit Fleischfüllungen an. Die Insel lebt von den Touristen und vom Fischfang, liebt man Fisch, ist man hier sicherlich im Paradies. Jedoch sind Nicole und ich nicht unbedingt die Seafood oder Fischgeniesser, daher haben wir uns ein wenig durch die Speisekarten auf Spanisch durchgekämpft und fanden immer etwas was unserem Gaumen entsprach. Ein zwei Restaurants wurden von uns regelmässiger besucht, da diese wirklich sehr gut gekocht hatten.

Der Strand war im Ort selbst gut besucht, geht man allerdings etwas ausserhalb hat man den Strand für sich alleine. Am ersten Tag war das Wasser überaus klar, jedoch hatte es am Strand selbst etwas Seegras rumliegen, ging man aber ins Wasser konnte man das karibische Flair richtig geniessen. Erst gegen Ende wurde das Wasser aufgrund des aufkommenden Windes ein wenig trüber und man musste gute 20 Meter vom Ufer entfernt sein um das schöne Wasser zu erreichen. Nicole kämpfte ein paar Mal mit dem Seegras, welches sich leidenschaftlich gerne um ihre Beine schlang. Es war sehr heiss auf der Insel und die Sonne brannte gegen Mittag so richtig, daher genossen wir über die Mittagszeiten meistens wie die Inseleinwohner eine Siesta und forderten unser „Braunwerden“ schon am Morgen gegen erst gegen drei Uhr Mittags heraus. Gegen Abend kamen die Fischerboote zurück, welche meist von Unmengen Vögeln begleitet wurden und von weitem schon erkennbar waren. Erstaunlicherweise waren es überwiegend sehr grosse Pelikane, welche die hereinkommenden Boote flankierten. Die Fischer nahmen die Fische schon auf den Booten aus und schmissen die unbrauchbaren Teile links und rechts neben ihr Boot. Dies war wirklich ein Spektakel, da die Vögel wie wild umherflogen und um ein Stückchen Fisch kämpften. Die Kinder auf der Insel machten sich gerne ein Spass daraus und banden ein stückchen Fisch an eine Nylonschnur, um diese immer wieder in die Luft zu schleudern, wo es die Vögel zu fangen versuchten. Diese Insel ist wirklich ein Paradies und sehr entspannt, hier gibt es keinen Stress oder Hektik. Dies verleibt man sich sofort ein und schraubt die Gangart selbst auch herunter. Allerdings merkt man dies auch in den Restaurants, wenn es ums bestellen oder bezahlen ging :-)

An einem Tag mieteten wir uns einen Golfcar und düsten auf der Insel umher, dabei fanden wir wirklich schöne Orte und genossen den Wind während des heissen Tages, der uns ins Gesicht blies. Das Wägelchen fuhr nicht besonders schnell und wir tuckerten geschmeidig über die Sandstrassen, auf denen auch ab und zu Gegenverkehr herrschte. Nicole genoss das fahren sichtlich und ich überliess ihr den Hauptteil des Tages das Steuerrad. Auf den meist sehr kleinen Wegen umfuhren wir Büsche und Sträucher und fanden gegen Schluss einen sehr tollen Badestrand, welcher die meisten dort Badenden auch mit einem Wagen erreicht hatten. Hier hatte es sehr ruhiges Wasser und auch weniger Seegras als direkt vor unserem Hotel. Wir hatten uns immer gefragt, wieso dieses nicht weggeräumt wurde, da es mit den steigenden Temperaturen immer stark zu riechen begann. An den anderen Orten wurde dieses vom Hotelpersonal stets weggekarrt, nicht aber auf dieser Insel. Dennoch ist dieser naturbelassene Ort super schön, mit den weissen Sandstränden und den Palmen, welche entlang des Strandes bepflanzt wurden. Die Häuser sind alle sehr bunt und vielmals auch mit Kunst bemalt, was ein super tolles Flair erzeugt und einen immer wieder zum anhalten und bestaunen anstachelte. Was uns super gefallen hatte war, dass die Werbungen immer von Hand gemalt wurden und nicht mit Schablonen oder gedruckten Plakaten vorgefertigt waren. Hier ist der Maler Beruf noch ein richtiges Kunsthandwerk und dies passt so richtig zu dem tollen Dorf, welches wir erleben durften. Am Abend ist hier einiges los und man geniesst die örtliche Band, welche direkt am Strand spielte zu einem Bier oder Cocktail, während die Einheimischen gekonnt ihr Tanzbein zu den südamerikanischen Rhythmen schwangen. Vielleicht lag es auch nur an der Osterwoche, aber hier war jeden Tag etwas anderes los.

Leider verging unsere Woche so richtig schnell und schon bald mussten wir unsere Rucksäcke wieder packen. Als nächstes haben wir eine Übergangsnacht in Cancun geplant, bevor wir unser reserviertes Mietauto entgegennehmen und damit die Ruinen Chichen Itza und die überaus schöne Stadt Valladolid besuchen werden.

Wie es uns dort gefallen hat und ob David auf seine geschichtliche Rechnung gekommen ist, lest ihr in unserem nächsten Bericht.

Euer Weltreiseteam
Nicobi

Cancun Zona Hoteleria Reisebericht

Nachdem wir die Fähre von Isla Mujeres genommen hatten und eine sehr ruhige Fahrt geniessen konnten, hatten wir ein Taxi genommen, welches uns direkt zu unserem neuen Hotel Imperial las Perlas brachte. Cancun Zona Hoteleria, da befand sich unser neues Hotel, direkt am Strand mit einem Zimmer mit Meerblick. Als wir eincheckten fanden wir eine Lobby und Rezeption praktisch ohne englischsprachige Mitarbeiter vor. Nach einer Weile kam dann der Chef zur Hilfe welcher Englisch sprach und der hoffnungslos überforderten Rezeptionistin beim einchecken half. Als erstes hiess es, unser Zimmer sei noch nicht bereit, daher mussten wir zirka 2 Stunden überbrücken. Diese Zeit nutzten wir um das hoteleigene Restaurant, welches im Meer auf Stelzen gebaut war, zu inspizieren und natürlich die Speisekarte ein wenig genauer zu studieren. Nachmittags konnte man von der sehr kleinen „a la Carte“ Karte etwas typisch mexikanisches bestellen, während man bei den normalen Mahlzeiten, morgens, nachmittags und abends, immer ein Buffet zur Auswahl hatte.

Jedoch wechselte das Buffet täglich sein Thema und war unter anderem nie wirklich schlecht. Meistens hatte man die Auswahl zwischen Huhn, Fisch, Rind und Gemüse, daneben hatte es immer Pasta und man konnte beim hauseigenen Griller immer ein Stückchen Fleisch verlangen. Inklusive einem alkoholischen Getränk, war der Preis für das Essen nicht übertrieben, jedoch im Vergleich zum Rest von Mexiko schon etwas hoch. Was wahrscheinlich daran lag, dass wir inmitten einer Hotelzone, welche wirklich nur aus Hotels und Strandhäuser bestand, unser Nachtlager hatten. Das Hotel lag am Anfang dieser Zone und hatte links und rechts keine anderen Restaurants oder Essensmöglichkeiten. Gott sei Dank hatte es direkt vor unserem Hotel eine Busstation, bei der auf Verlangen, genauer gesagt mittels Handzeichen, die Busse hielten, welche doch recht regelmässig, zirka alle 5 Minuten, kursierten. Eine Fahrt in das Zentrum, in dem es einige Restaurants sowie hunderte Souveniershops gab, kostete gerade mal 9 Pesos, was einem Gegenwert von zirka 60 Schweizer Rappen entsprach und daher sehr günstig war.

Im Zentrum hatte es einige Diskotheken, welche den ganzen Tag über ihre Animatoren, verkleidet als „Spidermans“ oder als „Die Masken“, auf die Strasse schickten und versucht haben Kunden für den Abend anzuwerben. Bei einem genüsslich überteuerten Cocktail konnten wir dieses Treiben eine ganze Weile mitbeobachten und amüsierten uns gewaltig dabei. Wir fragten uns immer, wer will den schon mit einem schlecht verkleideten Animator für Geld abgelichtet werden.

Unser Hotelzimmer war sehr gepflegt und wir genossen unseren Balkon, welcher über Meeresblick verfügte, in vollen Zügen. Die Klimaanlage funktionierte, wie auch der Kühlschrank und das warme Wasser in der Dusche. Nur ein Minus müssen wir deutlich beklagen, dieses Minus findet man aber in jedem Hotel in Mexiko, kein WLAN auf dem Zimmer. Will man sich mit einem WiFi verbinden muss man zwangsweise die Lobby aufsuchen. Doch zum Glück haben wir schon am ersten Tag eine 3 GB Daten SIM gekauft und können ungestört surfen und sind nicht immer von den lästigen Hotspots abhängig.

Der Strand war eigentlich nicht mit dem von Isla Mujeres zu vergleichen, denn es hatte jede Menge Seegras und lud nicht unbedingt zum stundenlangen Verweilen im Wasser auf. Jedoch hatte es bequeme Liegestühle und auch Schatten unter den Palmendächer und so konnten wir unser braun gebrannt werden in Ruhe fortsetzen. Während der Strand weiter vorne im Zentrum der Zone doch beachtlich schön aber auch total überlaufen war. Nach vier Tagen und Nächten konnten wir das Hotel verlassen und nahmen uns ein Taxi nach Chiquila, in diesem Ort nahmen wir die Fähre nach Isla Holbox, welche uns von Orazio einem guten Freund empfohlen wurde.

Ob wir gut auf der sehr naturbelassenen Insel angekommen sind und ob uns diese auch gefallen hat, lest ihr auf unserem nächsten Bericht

Euer Weltreiseteam
Nicobi

Samstag, 12. April 2014

Cancun und Isla Mujeres Reisebericht

Cancun Mexico, endlich heisst es Arriba Arriba und wir sind zurück an der warmen Sonne die jedes Corazon erwärmt. Kaum ausgestiegen aus dem Flugzeug der United Airlines haben wir bemerkt, wir sind zurück in der Wärme des Südens. Der Flughafen schien sehr modern und wir konnten ziemlich zügig durch die Passkontrolle marschieren. Der letzte Einreisestempel in unserem Pass wurde von uns stolz begutachtet. Kaum durch die Zollkontrolle empfing uns ein ganzes Komitee aus Tourenverkäufern und Shuttlebus-Ticketandreher. Wir haben ja einiges gelernt auf unserer Weltreise und so liefen wir ziemlich zügig Richtung Ausgang und liessen alle Anbieter am Flughafen links liegen. Draussen wurden wir wieder empfangen, diesmal nur durch Taxifahrer, doch wir fragten nach dem Bus und erstaunlicherweise war jeder Taxifahrer so freundlich und zeigte uns die Richtung zur Busstation. Anstatt 70 Dollar Taxi bezahlten wir im Bus zirka 10 Dollar und fuhren damit, ohne Halt zur Hauptbusstation in Cancun.

Unser gebuchtes Hostel war nur ein Katzensprung davon entfernt und so konnten wir recht schnell einchecken und unser Zimmer beziehen. Leider hatten wir dieses Mal ein wenig Pech und unser Zimmer hatte ein total schlechtes Bett, bei dem man in der Matratze jede Feder einzeln gespürt hatte. Glücklicherweise hatte es ein IKEA Bettsofa, dass wir sofort in Beschlag genommen haben. Dieses war noch deutlich unverbrauchter und man konnte darauf gut schlafen. Das Hostel war eigentlich ganz cool, vor allem die Dachterasse mit Bar und Jacuzzi lud uns zum verweilen ein. Das tolle an einem Hostel ist, dass man sofort mit allen in Gespräche verwickelt wird und man einige Leute kennenlernt. Wir trafen am ersten Abend Sava, der vor wenigen Tagen an der Grenze von Guatemala nach Beliz ausgeraubt wurde und nun auf seinen Pass wartete, den er bei der Botschaft bestellt hatte. Er hatte absolut nichts mehr und wir halfen ihm ein wenig über die Runden. Sava ist 65 Jahre alt und kommt aus Serbien, ein cooler Typ der seit seiner Pension Non Stop am reisen ist.

In den ersten Tagen haben wir nicht sehr viel gemacht, ausser gegessen und uns anklimatisiert, ab und zu etwas an der Bar getrunken und uns mit anderen Reisenden ausgetauscht. Das Hostel Joven war mitten in der Innenstadt und wir wussten nicht so recht was wir unternehmen konnten. Nach 3 Tagen, verabschiedeten wir uns und bestiegen ein Taxi in Richtung Hafen und fuhren mit der Fähre auf die Trauminsel Isla Mujeres.

Diese Insel ist sehr schmal und eigentlich total zugebaut mit Hotels und Restaurants aller Preiskategorien. Glücklicherweise war unser Hotel am Playa Norte, dem schönsten Strand von Isla Mujeres und wir genossen so richtig den ersten Anblick des türkisblauen Wassers bei unserer Ankunft. Unser Zimmer war sehr ordentlich, es hatte einen Kühlschrank, ein gepflegtes Badezimmer, Klimaanlage und ein tolles grosses und vor allem bequemes Bett, in welchem wir die nächsten 4 Nächte verbrachten. Ein Frühstück war im Zimmerpreis inbegriffen und so genossen wir, bei direktem Strandblick unser Continental Frühstück, welches aus einem Kaffee, Orangensaft und zwei Stücken Toast bestand, den Start in die Tage. Auf dieser Insel gibt es so etwas wie eine Hauptstrasse an der man die meisten Restaurants und Bars fand. Wir haben immer extrem gut gegessen und dies zu einem erschwinglichen Preis. Was für eine Freude für unsere Gaumen, nach drei Wochen Amerika wieder einmal richtig gekochte Mahlzeiten zu uns nehmen zu dürfen.Wir genossen das mexikanische Essen wie Fajitas, Tacos, Najos und auch mal ein gut gegrilltes Steak so richtig. Ganz hervorragend sind hier die Mojitos, welche wirklich super fein gemischt werden. So konnten wir an jeder Bar die kleinen Unterschiede bei der Machart degustieren und hatten unsere wahre Freude daran. Hervorzuheben sind auch die lokalen Biere, von welchem mir das Negra Modelo und das Bohemia am besten geschmeckt hatten.

Wir genossen jeden Tag den Strand und fanden wieder langsam zu unserer Anfangsbräune aus dem asiatischen Raum zurück. Das Wasser ist wirklich unbeschreiblich schön in Farbe und Temperatur und wir genossen meist unter Palmen die absolut angenehme Karibikbrise. In Thailand ist das Wasser mehr grünlich, hier geht es mehr ins blaue rein. Das Flair der Palmen, des weissen Sandstrandes und des tollen hellblautürkis farbenen Wassers, versetzte uns richtig in dieses Bacardi Feeling, dass wir vorher nur aus der Fernsehwerbung kannten. An einem Nachmittag zog ein richtiges Gewitter auf und wir erlebten das erste Mal einen karibischen Regenschauer, es goss wie aus Kübeln und wir genossen es richtig, denn der Regen war warm und wir filmten diesen Sturm auf unserer GoPro, welche in einer wassergeschützen Hülle für jedes Wetter bereit ist zu filmen. Es schüttete richtige Bindfäden und wir kannten dieses Gefühl nur aus Rheinfelden, dem Kurzentrum Sole Uno welches auch so eine Tropenschauerdusche besitzt.

Bei einem kurzen Ausflug ans andere Ende des Strandes, liessen wir uns auf einer Steinmauer nieder und erschreckten uns richtig heftig, als etwa ein 50 Zentimeter grosser Leguan von hinten an uns vorbeilief. Auf dieser Insel sahen wir noch ein zwei andere Leguane, welche aber nicht mehr diese Grösse vorzuweisen hatten. Als wir am Abend nochmals hingingen, um ihn zu fotografieren fanden wir ihn natürlich nicht mehr. Erst am letzten Tag konnten wir den grossen Leguan wieder finden, aber er hatte keine Lust aus dem Gebüsch hervorzukriechen, um uns als Fotomodel zu dienen. Faszinierend waren die Sonnenuntergänge, welche meist in tollen Farben vonstatten gingen. Einen davon konnte ich toll ablichten und wie ihr im Fotobeitrag seht war es wirklich stimmungsvoll.

Wir genossen den Aufenthalt richtig und schon bald hiess es wieder, unsere zwei Reiserucksäcke zu packen. Wir haben wieder in Cancun, diesmal am Strand in der Hotelzone, vier Nächte gebucht und wollen auch dort den Strand und das Wasser begutachten. Wie es uns dort gefallen hat und ob wir vor lauter Touristen unsere Ruhe fanden, lest ihr in unserem nächsten Reisebericht.

Euer Weltreiseteam

Nicobi

Dienstag, 8. April 2014

Las Vegas Reisebericht

Las Vegas Baby, auf keinen Ort in den USA habe ich mich derart gefreut. Für mich als alter Pokerfuchs war es immer ein grosses Ziel einmal in die Zockerhauptstadt schlechthin zu reisen und mir das ganze einmal vor Ort anzusehen. Nach einer langen Autofahrt mit kurzem Tankstop kamen wir endlich an die Grenze zum Bundesstaat Nevada, kaum ein paar Meter über der Grenze lächelte uns auch schon ein riesiges Casino mit kleiner Achterbahn an, welches mitten im Niemandsland gebaut wurde. Wir wussten sofort, hier beginnt das Zockerparadies, doch es brauchte noch eine weiteres Autobahnstündchen bis wir die Umrisse der berühmten Hotels erahnen konnten. Wir hatten eine Woche in Las Vegas eingeplant, bevor wir die Staaten wieder verlassen und die letzte Station unserer Weltreise angehen konnten, Mexico. In Vegas hatten wir für die ersten vier Nächte ein Motel gebucht, welches nicht allzu teuer war und keine Resortgebühren, eine neuzeitige Unsitte, verlangte. Viele Hotels verlangen neben dem normalen Tarif noch eine Resortgebühr welche zwischen 15 und 25 Dollar pro Tag lag. Eigentlich eine Frechheit, denn dies wurde erst kürzlich eingeführt, ich nehme an um die fernbleibenden Gäste zu kompensieren. Denn laut Berichten soll Vegas in den letzten Jahren einen Besucherschwund, aufgrund der Finanz und Immobilienkrise erlitten haben. Die weiteren vier Nächte gönnten wir uns etwas gediegeneres und wir reservierten uns ein Zimmer im MGM Grand Resort.

Auf den ersten Blick ist Las Vegas flach, nur der berühmte Strip ist mit höheren Gebäuden und Komplexen versehen, diese stehen aber alle nebeneinander und ist man mal auf dem Las Vegas Boulevard erscheint die Stadt im vollen Glanz. Besonders in der Nacht ist es ein unbeschreiblicher Eindruck, denn alle Hotelfassaden sind mit Lichtern und Attraktionen versehen und die berühmten Schilder leuchten alle um die Wette. Ein Tollhaus der besonderen Klasse. Unser Motel war direkt hinter dem Hooters Casino, welches neben dem Tropicana und des MGM in einer Seitenstrasse stand. An der Kreuzung vorne, welche in zirka 5 Minuten Fussmarsch entfernt zu erreichen war, fand man das New York New York, dass neben der eindrücklichen New York Fassade auch eine Achterbahn beinhaltete, welche auf das Gebäude gebaut wurde. Daneben stand das berühmte Schloss Exkalibur, das Märchenschloss welches mit einem Wassergraben versehen war. Das Luxor, die berühmte Pyramide bei der Nachts der Schlussstein schien und ein Scheinwerfer den Himmel beleuchtete, daneben stand noch das sehr gepflegte Mandalay Bay Resort. Alle diese Casinos und Hotels sind miteinander mittels Brücken oder Tram verbunden und so muss man nicht einmal auf die Strasse um von Casino zu Casino zu gelangen.
Am ersten Tag erkundeten wir eben diese untere Region des Strips und bewunderten bei einem Spaziergang die riesigen und faszinierenden Spielhallen, welche vor allem mit Automaten ausgestattet waren. Jedes Casino verfügt über einen Sportwette Bereich, welcher meist mit hunderten Bildschirmen ausgestattet war und auf diesen die unterschiedlichsten Sportarten live übertragen wurden. Natürlich waren die amerikanischen Sportarten wie Baseball, Football oder Basketball am besten vertreten, daneben aber auch Fussballspiele oder Pferderennen. Jedoch nicht jedes Casino bietet Poker an, was ich ein wenig schade fand.

Am zweiten Tag unseres Las Vegas Aufenthaltes hatten wir noch unseren gemieteten Nissan und fuhren daher ein bisschen in der Gegend umher und fanden das berühmte Outlet Center Nord. Da verbrachten wir unseren Nachmittag mit gemütlichen bummeln und sahen uns die verschiedenen Läden an. Natürlich fand ich sofort etwas und so kaufte ich mir einige Shirts und ein Autoemblem, welches ihr in naher Zukunft an meinem Honda bestaunen dürft :-) Ein toller Fund war das Oakland Raiders Shirt welches sozusagen auf mich gewartet hatte, bis ich es von der Stange nahm. Nicole konnte im Guess Laden auch ein tolles Souvenir kaufen und war am Schluss auch Happy mit dem Einkaufstag. Gegen Abend besuchte wir die verschiedenen Food-Courts und fanden in einigen Casinos tolle und umfangreiche Angebote des amerikanischen Schlemmens. Als wir nach Hause zu unserem Motel liefen, besuchten wir noch kurz das MGM und fragten in der Lobby ob ein gewisser Detlef bei ihnen untergebracht sei. Der Herr mit Fliege wollte uns sofort helfen und stellte und das Telefon, nachdem er die Zimmernummer gewählt hatte hin. Kurz darauf hörte ich ein leises „Hallo?“ am anderen Ende der Leitung. Es war Reto, ein guter Freund von Detlef und sein Reisebegleiter bei dem hiesigen Las Vegas Trip. Wir verabredeten uns in der Lobby und kurze Zeit später standen uns zwei „Einheimische“ mit einem grinsenden Lachen gegenüber. Da das MGM richtig riesig ist, es soll ja das drittgrösste Hotel der Welt sein, kann so ein gang in die Lobby gut und gerne 5-10 Minuten dauern. Endlich trafen wir uns und so verabredeten wir uns für ein Cashgame Spiel im Exkalibur. Dies ist Detlefs Lieblingsspielort und ich hatte schon viel darüber gehört, dass dort das Niveau nicht besonders hoch sei und es deshalb für gute Spieler dort besonders lukrativ ist. Bei seinem letzten Las Vegas Trip, dies hat mir ein anderer Pokerfreund geflüstert, der letztes Mal mit ihm in Vegas war, soll er sich hauptsächlich dort herumgetrieben und auch kräftig gewonnen haben. Das Exkalibur ist ein alter Laden, der eigentlich nicht unbedingt zum stundenlangen Verweilen einlädt, doch die Dealer sollten sehr nett sein und die Stimmung an den Tischen noch besser. Nicole und ich wollten am nächsten Tag noch etwas anderes unternehmen und so verabredeten wir uns auf Übermorgen.

Als wir an einem Ticketstand vorbeigingen viel uns auf Anhieb, die Show von Chris Angel, auf. Natürlich wollten Nicole und ich eine Show in Vegas besuchen und so fragten wir nach den Preisen. Die Dame am Schalter verhalf uns zu sehr guten Sitzplätzen in der Mitte und gab uns einen super Preis dazu. So konnten wir eigentlich nicht Nein sagen und kauften die Tickets für Chris Angel Believe. Wir waren beide sehr gespannt, denn wir kannten Chris Angel aus dem Fernsehen. Wir betraten die sehr mystisch eingerichtet Showhalle und warteten gespannt mit sicher 800 anderen Gästen auf die Show. Uns wurde erst in dem Moment bewusst das es nicht nur eine Chris Angel Show geben würde, als wir dem Vorredner zuhörten. Es war eine C.A. und Friends Show und wir waren ein kleines bisschen enttäuscht darüber. Wir hatten gehofft eine volle Dosis, nur von ihm abzubekommen, doch er hatte sich erst kürzlich am Arm operieren lassen und konnte daher nicht hundert Prozent geben. Es waren im Vorprogramm fünf andere Magier da, die alle sehr gut waren und gewisse auch sehr berühmt sein sollten. Wir hatten unseren Spass und schauten uns schon ein paarmal erstaunt an, wie die Magier auf der Bühne die Zaubertricks darboten. Nach gut 60 Minuten kam dann der Hauptteil mit Chris Angel, welche immer wieder auch Einlagen von Komikern hatte und doch recht unterhaltsam war. Leider war die Show aber nicht so schockierend wie wir es uns erhofft hatten, doch es war eine sehr gute Show und wir staunten nicht schlecht als er den einen Trick indem er einen Körper auseinander schneidet vollbrachte. Im Fernsehen sieht alles noch ein bisschen schockierender aus, uns haben Tricks wie, Spielkarte aus dem Schädel herausziehen oder das berühmte Schweben doch gefehlt. Unsere Sitznachbarn waren typisch amerikanisch voll begeistert und klatschten wie kleine Kinder und zogen dabei eine „Scheisse bin ich Überrascht“ Miene, dass wir ein paar mal herzlich lachen mussten.
Es war ein gelungener Abend und wir schlenderten noch durch einige Casinos und schoben den einen oder anderen Dollar noch in die Blinkautomaten. Gesamt gesehen haben wir beim Automatenspiel kein Minus gemacht, zuerst hatte ich mehr Glück und gegen Ende des Aufenthalts Nicole. Am Anfang fand Nicole es doof zu spielen, doch mit der Zeit fand auch sie ihren Spass daran, vor allem als sie das erste mal ein Gewinn verbuchen konnte :-)

Es war nun endlich mein Pokertag gekommen auf den ich seit drei Monaten gewartet hatte, ich machte mich auf den Weg und traf unterwegs Reto welcher mir sagte Detlef sei noch im Hooters. Ich gesellte mich dazu und spielte noch ein wenig mit, bevor wir zusammen ins Exkalibur gingen. Die Session hat schon von Anfang an gut begonnen und ich beendete den Abend im Plus, obwohl ich eigentlich keine guten Hände bekam. Supersache. Es war ein angenehmer und sehr lustiger Tisch und jeder genoss die Gratisdrinks die man beim spielen bekam. Wie ich mitbekommen habe ist es auch Detlef relativ gut ergangen und so hatten wir beide einen tollen Abend.

Es war nun Zeit unser Hotel zu wechseln und wir checkten ins MGM ein. Unser Zimmer war sehr modern und die Betten waren das Highlight. Endlich hatten wir wieder was Vernünftiges bekommen und es war eine helle Freude, unseren Rücken etwas Entspannung zu gönnen. Wir wurden in den neunten Stock, Zimmernummer 527 einquartiert. Alles war super, ausser dass das WLAN nicht funktionierte. Im Badezimmerspiegel war sogar ein Fernseher, damit man sich beim rasieren oder schminken ein wenig unterhalten konnte. An diesem Abend genoss ich noch ein kleines Pokerründchen im MGM und musste leider etwas im Minus abschliessen. Detlef, Reto und ich hatten uns noch für ein Turnier verabredet, welches im Mandalay Bay morgens um Zehn stattfand. Das Buy-In war 40 Dollar und dies war Detlefs, wie auch mein erstes Turnier in Las Vegas. Leider hatte es nur 10 Mitspieler und so wurde es quasi zum Sit n´Go deklassiert. Leider verabschiedete ich mich schon relativ früh und auch Detlef hatte nicht den Lauf seines Lebens. Reto spielte auch mit und ihm lief es um einiges besser, denn er konnte am Schluss gewinnen und verteidigte so die Schweizer Ehre. Gerne komme ich wieder, um mich speziell auf die Pokerpartien zu konzentrieren, denn ein Angebot wie in Vegas findet man wahrscheinlich an keinem anderen Ort.

Natürlich haben wir den ganzen Strip besucht, dazu gehörte auch die Freemontstreet mit den alten Casinos Binions und Golden Nugget, diese Strasse erschien uns im Gegensatz zum Strip aber als relativ klein. Fast in jedem Casino am Strip versuchten wir unser Glück im Automatenspiel und erstaunlicherweise hatten wir fast kein Pech, doch der grosse Jackpot blieb leider aus. Wir schlenderten ein paar mal durch den oberen Strip und besuchten dabei die grossen Spielhallen und deren Shops wie im Harrah´s, im Treasures Island, im Cosmopolitain, dem Aria usw. Sehr beeindruckt haben uns das Venetians und das Ceasars Palace, welche wirklich erstaunlich aufwendig gebaut waren. An einem Abend nahmen wir noch das Bellagio unter Beschlag und gönnten uns zum Schluss die berühmte Wassershow davor im grossen See, welche ein Sinnbild für Las Vegas sind.

Am letzten Abend haben wir uns alle zum Nachtessen verabredet und wir genossen in einem guten Restaurant ein tolles Steak mit Kartoffelstock oder gegrilltes Cheesesandwich mit Tomatensuppe und tranken noch gemütlich ein Bierchen miteinander. Im ganzen war Las Vegas sehr toll, aber auch etwas frisch, denn normalerweise sollte es um diese Zeit deutlich wärmer sein, als es in der Woche war, in der wir da waren. Am nächsten Morgen hatten wir den Flug nach Mexico Cancun gebucht, dieser flog über Houston bei dem wir einen kurzen Zwischenstopp hatten.

Ob wir gut in Mexico gelandet sind und ob uns die karibischen Temperaturen gefallen, lest ihr in unserem nächsten Reisebericht.

Euer Weltreiseteam
Nicobi

Sonntag, 6. April 2014

Six Flags Magic Mountain Reisebericht

Six Flags Magic Mountain, das war unser grosser Wunsch und natürlich haben wir den Vergnügungspark der Vergnügungsparks besucht. Die Vorfreude war gross und wir wurden nicht enttäuscht. Doch zuerst checkten wir wieder im selben Motel ein, dass wir beim letzten Besuch in Santa Clarita schon hatten, da wussten wir, dass wir für das bezahlte Geld auch etwas gutes bekamen. Das Santa Clarita Motel hat uns schon in der ersten Nacht ein Gratis Upgrade gegeben und wir hatten wieder den selben Zimmertyp gebucht. Ein sehr bequemes Bett, ein sauberes Badezimmer und ein Kühlschrank für meine Bierchen und das Essen. Schon früh Morgens fuhren wir in den etwa 9 Meilen entfernten Vergnügungspark. Mit einem Voucher versehen der uns je 10 Dollar Nachlass garantierte fuhren wir in die Parkanlage ein und zahlten gleich 20 Dollar Parkplatzgebühren. Wir hatten uns Sandwichs und Getränke vorbereitet um nicht sofort die total überteuerten Getränke im Park kaufen zu müssen. Am Schild davor sahen wir das Getränke und Essen nicht von aussen mitgenommen werden durften, doch der Security am Eingang interessierte dies nicht gross und so konnten wir durch den Metalldetektor in den Eingangsbereich des Parks eintreten. Wir waren natürlich etwas früher und warteten mit hunderten anderen Vergnügungssüchtigen bis die Pforte zum Park geöffnet wurden. Kaum hereingetreten rannten alle los um die ersten Plätze auf den beliebten Bahnen zu ergattern.

Zum Glück hatten wir unseren Besuch auf einen Mittwoch gelegt, so dass wir erwarteten das nicht allzu viele Gäste den Park an diesem Tag besuchten. Im Knotts Berryfarm Park hatten wir ja den Schultag erwischt und so waren wir glücklich das es nicht übermässig viele Schulklassen hatte, doch bei den ersten Bahn stand schon innert kurzer Zeit eine riesige Schlange an. Wir waren aber im ersten Teil und so hatten wir keine 10 Minuten Wartezeit für die erste Attraktion. Es war die Neueste im Park und hat den weltgrössten Looping und eine super Beschleunigung. Gleich mal mit Adrenalin angereichert suchten wir unseren Weg durch den Park. Bei den hinteren Bahnen hatten wir eigentlich fast keine Wartezeiten und so ging es sehr flüssig vorwärts. Wir versuchten jede Bahn im Park zu besuchen, ausser den Wasserbahnen, den es war nicht sehr warm und wir wollten nicht pflotschnass durch den Park wandern. Nicole wollte unbedingt die Batman Bahn ausprobieren welche vollständig im Rückwärtsgang gefahren wird. Unser erster Rückwärts Rollercoaster war eine sonderbare Erfahrung, jedoch fand ich im Nachhinein, dass die vorwärtsfahrenden Bahnen mehr Nervenkitzel hatten, da man sieht was auf einen zukommt. Im DC Comics Distrikt fanden wir einige gute Bahnen und uns war aufgefallen das sehr viele Gäste sich in Comichelden Kostümen vergnügten. Falls sie keines hatten, waren sie zumindest mit einem Cape versehen, welche in jedem Shop im Park zu kaufen waren. Da rannten Supermans, Supergirls, Batmans, Batgirls, Jokers, Wonderwomans oder dergleichen umher und wir vergnügten uns ab deren Erscheinung, denn die Stimmung war wundervoll in dem Park. Im Gegensatz zu Knotts war es hier etwas moderner und auch gepflegter und die Bahnen fuhren um einiges länger. Schon in der ersten Bahn ist man zweieinhalb Minuten unterwegs, was doch ein gewaltiger Unterschied war.

Super gefallen hatten uns die TATSU Bahn, in der man hängend in den Bügeln liegt, diese fand ich war die Beste aller Bahnen, doch leider bei genau den Hauptattraktionen fand man auch eine sehr lange Schlange von Wartenden vor. Natürlich lies uns dies nicht daran hindern eben diese auszuprobieren und so war die längste Wartezeit die wir im Park hatten etwa 40 Minuten. Nur eine Bahn konnten wir nicht realisieren, es war die Superman Bahn bei der wir locker über eine Stunde hätten anstehen müssen und uns gegen Schluss etwas die Stehkraft gefehlt hatte. Wir rannten sozusagen den ganzen Tag von Bahn zu Bahn und schafften es knapp alle Bahnen einmal zu fahren. Bei unserem nächsten Besuch werden wir ein zweitages Ticket lösen um locker alle Attraktionen ohne Stress zu bewältigen. Hervorzuheben war auch noch die X2 Bahn, bei der sich die Halterung drehte und einen mal kopfüber oder rückwärts die Loopings fahren liess. Die älteste Bahn im Park war die Colossos, eine echte Holzachterbahn welche auch rückwärts fuhr, diese war genial, da diese eine doch recht hohe Geschwindigkeit fuhr und es uns so richtig durchgeschüttelt hatte. Eine weitere Bahn absolviert man im Stehen, dies war für uns auch etwas total Neues und hatte riesigen Spass gemacht. Vollgepumpt mit Adrenalin genossen wir zwischendurch eine guten Pretzel mit Cheesesauce, jedoch hatten wir im ganzen kaum eine halbe Stunde Pause gemacht und waren am Ende des Tages Fix und Foxi. Ich kann jedem einen Besuch in diesem sehr geilen Vergnügungspark nur empfehlen, solltet ihr einmal in Kalifornien sein. Zum Glück war unser Motel nur einen Katzensprung entfernt und so konnten wir bald unsere strapazierten Beine etwas hochlagern und entspannen. Was für ein Tag. Wir diskutierten noch lange, was für uns die beste Bahn war und genossen den Abend gemütlich vor dem Fernseher und wir schliefen auch kurz darauf erschöpft ein.

Ich musste ja fit sein für den nächsten Tag, denn es stand eine 5 stündige Autofahrt nach meinem geliebten Las Vegas bevor. Ich checkte noch kurz meine Mails und SMS und hoffte, dass sich Detlef irgendwie gemeldet hatte, denn ihn hoffte ich in Las Vegas zu treffen. Doch leider hatte ich nichts von ihm bekommen, doch ich wusste, dass er im MGM abgestiegen sein musste und wir ja auch noch vier Nächte in diesem Hotelkomplex gebucht hatten. Noch zuhause hatten wir abgemacht, uns in Vegas zu treffen und dass er mir als alteingesessener Vegas Besucher einige gute Tipps geben könnte und wir zusammen auch mal ein Spielchen an einem Cashgame Tisch oder bei einem Turnier geniessen würden. Ob ich Detlef „LeftSki aka Levski“ auch traf und ob wir Vegas auseinandergenommen haben, lest ihr in unserem nächsten Bericht.

Euer Weltreise Team
Nicobi

Sonntag, 30. März 2014

San Diego Reisebericht

Auf ging es nach San Diego, auf der gut drei Stündigen Autofahrt fuhren wir ein bisschen der Küste entlang, doch der Hauptteil des Weges war auf der Autobahn. Hier darf man die Autobahn noch so nennen, denn es hat meistens fünf bis sechs Spuren und es macht richtig Spass in Amerika zu fahren. Was mich am meisten Beeindruckte, war das Überholen, denn hier darf man links und rechts seinen Vordermann überholen. Erstaunlicherweise ist dies absolut kein Problem und man gewöhnt sich sehr schnell daran mit zwei Spiegeln zu arbeiten. Ich wünschte mir, in der Schweiz würde dies auch eingeführt werden, denn ein links Schleicher wäre dann kein Problem mehr und der Autofluss wäre um einiges effizienter. Auch habe ich praktisch keine Unfälle gesehen oder mitbekommen, die einzigen waren Auffahrunfälle, welche aber in der Stadt passiert waren und nicht auf der Autobahn. Mit unserem gemieteten Wagen waren wir sehr zufrieden, ein Viertürer in dem unser Gepäck problemlos verstaut werden konnte. Klar hätte ich lieber meinen Honda Accord gehabt, aber zur Not tut auch ein schwächeres Auto seinen Dienst.

Wir hatten in San Diego das E-Z 8 Motel gebucht, welches direkt unter 2 Autobahnbrücken sein Domizil hatte. Zuerst dachten wir, dass es sicher laut sein würde, aber dies war absolut nicht der Fall. Einmal die Türe des Zimmers geschlossen und mit dem Deadlock verriegelt, hörte man von den Fahrzeugen absolut nichts. Beim einchecken hatten wir noch einen kleinen Schwatz mit einem Amerikaner, der absolut fasziniert von der Schweiz und Deutschland war, welche er schon öfters besucht hatte. Er gab uns noch ein zwei nützliche Tipps und schon bald hatten wir auch unsere Zimmerschlüssel in der Hand. Da es schon relativ spät war, hatten wir keine Lust mehr ein Restaurant aufzusuchen und bestellten uns eine Pizza beim hiesigen Italiener. Beim angeben des Motels, stutze dieser, denn er wusste nicht welches Motel ich meinte. Ich buchstabierte die Initialen E Z 8 Motel, nach einem Lacher meinte er nur „ Ahh you mean Easy 8 Motel“. Nun wussten auch wir wie man diesen Motelnamen aussprach :-) Wir bekamen eine leckere Pizza und genossen den Abend noch vor dem Fernseher mit Discovery Channel und History Channel, welche hier in Amerika neben HBO zu unseren Lieblingssender gehören. Wir besuchten am darauffolgenden Tag das Harbor Villige, welches eine wirkliche Touristenattraktion ist. Am Pier gerade daneben sind grosse Kriegsschiffe der US Navy zu bestaunen, von welchem eines ein Museum ist, dass mit vielen Flugzeugtypen aus allen Epochen ausgestattet war. Doch wir besuchten lieber das Village und den dazugehörigen Hafen, in welchem einige Protzboote stationiert waren. Über grosse Segelschiffe bis zu grossen Motoryachten konnte man praktisch alles bestaunen. Im Village wollten wir eigentlich ein Frühstück geniessen und gingen deshalb ins Pier Cafe. Doch leider gab es in diesem Kaffee nur teuren Lunch zu kaufen und kein Frühstück. Deshalb genossen wir das erste Mal einen Pretzel und genossen diesen am Hafen mit Blick auf die riesige Brücke, welche eine Halbinsel mit dem Festland verband.

Danach besuchten wir das berühmte Gas Lamb District, welches das Ausgangsviertel von San Diego ist. An der 5th Street war am meisten los und wir schlenderten gemütlich der Strasse entlang, nachdem wir einen total überteuerten Parkplatz für 10 Dollar gefunden hatten. Dieses Quartier ist sehr sauber und richtig schick, noch im alten Stil erbaut und gesäumt mit tollen Bars und meistens italienischen Restaurants, welche uns neben all den mexikanischen, die es überall in Californien gibt, doch ins Auge gestochen sind. Wir genossen noch den Nachmittag mit etwas schlendern und krönten unseren Tag mit einem Besuch auf dem Point Loma, von welchem man eine grandiose Aussicht über die doch etwas kleinere Stadt als Los Angeles geniessen konnte. Uns gefiel San Diego auf Anhieb, denn hier ist es viel schöner als in L.A. Vor allem hat es hier nicht an jeder Strassenecke Obdachlose, und alles kam viel gepflegter und entspannter rüber. Teile von San Diego sind im Kolonialistischen Stil erbaut worden und auch noch erhalten. Dieser Baustil strahlt einen sehr speziellen Flair von Südkalifornien aus, welcher uns gefallen hat.

Am dritten Tag stand die Altstadt „Oldtown“ auf dem Programm, wir stellten uns nach einiger Internetrecherche eigentlich ein richtiges altes Westerndörfchen vor, doch wir waren ein wenig enttäuscht. Alles ist auf alt gemacht, versprüht aber vor lauter Souvenierläden überhaupt nicht dass wieder, was wir erwartet hatten. Wir besuchten ein zwei Museen und sahen altes Cowboy Equipment und ein paar Planwagen und Postkutschen. Da Amerika eigentlich nicht so richtig Geschichte vorweisen kann, präsentieren sie jeden Nagel, Hufe, Bändel, Kleider, Zigarettenpackungen und Feuerwaffen welche ab 1800 eingesetzt wurden. Wir als Europäer sind uns da halt schon etwas anderes gewohnt. Aber es war für mich doch interessant, da in der Mitte dieses kleinen Dorfes doch noch ein Originalgebäude stand, welches nicht touristisch nachgebaut wurde.

Am späteren Nachmittag besuchten wir den Stadtpark, den Balboa Park der eine wirkliche Augenweide war. Ein super gepflegter Park, welche eine Grösse der Stadt Liestal aufwies und mit einer riesigen Outdoororgel, dazugehörenden Pantheum, einer sehr schönen Kirche und hunderten verschiedenen Museen, vorallem in Richtung Kunst ausgestattet war. Der Park war richtig gut besucht und wir genossen die Sonnenstrahlen bei angenehmer Wärme im Englischen Garten, im Botanischen Garten, im Rosen Garten und im Kaktus Garten. Eine kleine Pause bei einem riesigen Springbrunnen verhalf uns etwas zu verschnaufen, bevor wir auf verkleidete Hunde trafen. Nicole war natürlich richtig begeistert und so lichteten wir diese auch von allen Seiten ab, nachdem wir dem Herrchen einen Dollar Fotogebühr entrichtet hatten. Erst später fragte Nicole mich, ob ich denn auch ein Foto der Pistole welcher einer der Hunde um den Bauch trug machte und ob diese mit dem Hund auf den Fotos zu sehen seien. Doch leider hatte ich dieses kleine Detail übersehen und Nicole war ein wenig müffelig :-) Aber nur für kurze Zeit. Wir schlenderten noch ein bisschen im Park herum und waren bald richtig erschöpft, ob all dem wandern. So genossen wir noch ein gediegenes Znacht und bereiteten und auf die Fahrt in den Outletpark in Ontario vor.

Nach Recherche soll dieser einer der grössten und besten Outletparks sein. Nicoles Ziel war eine Hose zu finden. Meines war ein paar tolle T-Shirts zu kaufen. Nach zweistündiger Fahrt betraten wir diese Outlet Oase, vieles war aber nicht sehr billig, doch im Vergleich zu der Schweiz waren es doch alles Schnäppchen. Ich fand auf Anhieb tolle T-Shirts, doch Nicole fand einfach keine Hose die ihr passte. Der langersehnte Abercrombie & Fitch Outletladen war auch nicht die erhoffte Quelle. Doch zum Glück hatte es einen Victoria Secret Outlet Laden der ihr Bedürfnis um einiges zu stillen vermag. Wiedereinmal hiess es Unterwäsche kaufen und Nicole kam mit einem breiten Lächeln aus diesem Laden, nachdem ich sicher eine Stunde warten musste. Ich fand im Marc Ecko Laden einige tolle Shirts und so hatten wir doch einen super Shopping Tag. Danach fuhren wir nach San Bernardino, den da hatten wir eine gut bewertetes und günstiges Motel für eine Nacht gefunden, bevor wir wieder nach Santa Clarita gehen würden, um den lang ersehnten Besuch im Six Flags Magic Mountain zu realisieren, welcher nun endlich seine Tore nach der langen Winterpause wieder geöffnet hatte.

Wie es uns im Six Flags gefallen hat und ob wir wieder heil zurück ins Motel kamen, lest ihr in unserem nächsten Bericht.

Euer Weltreiseteam
Nicobi

Dienstag, 25. März 2014

Los Angeles Reisebericht

Willkommen in den Vereinigten Staaten von Amerika, Welcome to L.A. Beim letzten Eintritt in die U.S.A mussten wir bei der Immigration Behörde in einer Halle mit zirka 1000 wartenden Personen in die Schlange stehen. Dieses Mal konnten wir nach gut 10 Minuten den ersehnten Stempel im Pass bewundern. Mit der Air Malaysia 777-200 flogen wir von Japan direkt nach Los Angeles LAX, der Flug verlief Problemlos und wir wollten so schnell wie möglich raus an die warme kalifornische Luft die Hitze geniessen. Am Flughafen stiegen wir in ein Taxi und dieses beförderte uns ziemlich rassig zum ersten Motel, welches in Inglewood, einem ziemlich üblen Viertel, in der Flughafenregion beheimatet war. Obwohl man im Internet ziemlich schlechtes über dieses Quartier zu lesen bekam, gingen wir an die nächste Ecke zum Take Away Mexikaner und bestellten unsere ersten amerikanischen Burgers mit Fritten und nahmen sie mit ins Hotel, nachdem wir es dort nicht so gemütlich fanden. Was für eine Fettbombe :-) Amerika ist um einiges teurer als der Asienraum und so wurde uns auch bewusst, dass der Amerika Abstecher ziemlich ans Portemonnaie gehen würde. Das Motel war mit dem typischen amerikanischen Motelteppich ausgestattet, welcher meist mit quadratischen Formen designt ist. Auf uns warteten zwei riesigen Betten, welche unter dem Bettbezug mit Plastik bezogen waren, auch dies ist typisch amerikanisch. Dieses lies uns knirschend in den Traum wiegen und so genossen wir den ersten Schlaf um den Chatlack ein wenig unter Kontrolle zu kriegen.

Am nächsten Tag hiess es, auf in das berühmteste Viertel von L.A., Hollywood. Kaum zehn Minuten Fussmarsch vom Walk of Fame entfernt, checkten wir in das Trylon Hotel ein. Wir hatten ein nettes Zimmer, wieder mal mit kariertem Teppichboden und versuchten uns schon am ersten Tag die Geheimnisses dieses sagenumwobenen Hollywoods zu erkunden. Und schon bald waren wir am Hollywood Bvld. und liefen entlang der eingelassenen Sterne Richtung Walk of Fame, welche mit allen möglichen uns unbekannten Namen versehen war. Auf unserem Weg dorthin fielen uns die vielen Bettler und die etwas seltsam und komischen Leute auf. Was wir erst einige Tage später wussten, Hollywood ist voll von Pennern, Obdachlosen und verwirrten Personen, die jeden Abfall durchwühlten und uns meist um Zigaretten anbettelten. Irgendwie kam es uns so vor, als wären alle gescheiterten Schauspieler auf dieser Strasse versammelt, die inmitten tausender Touristen welche alle den Walk of Fame nach bekannten Namen absuchten und diese auch fotografierten, ihre Performances zum besten gaben. Aber alles halb so schlimm, eigentlich liessen sie uns in Ruhe und selten haben wir Aggressionen erlebt. Ist man aber ganz vorne im Kuchen, sieht man doch einiges amüsantes, viele holen sich irgendwelche Superhelden Kostüme und warten darauf, dass ein Tourist sich mit ihnen für Geld fotografieren lässt. Doch zum Teil sind sie wirklich schlecht kostümiert und man fragt sich, wieso diese Darsteller sich nicht mehr Mühe geben um ein bisschen echter auszusehen. Unterwegs wird einem von Vielen eine Musik CD in die Hand gedrückt, in der Hoffnung das man diese für ein kleines Entgeld abkauft, natürlich werden diese noch von Hand signiert und unsere Namen daraufgeschrieben. Es sind meist Billigkopien hiesigen Rappern oder RnB Musikern und natürlich habe ich auch welche erworben und diese sind nicht mal schlecht in der Qualität der Aufnahmen. Diese begleiten uns jetzt während unseren Autofahrten :-)

Die üblichen Attraktionen haben wir alle besucht. Uns hat vor alles das Wachsmuseum von Madamme Tussauds gefallen, indem man sich mit allen möglichen Stars fotografieren lassen konnte. Auch sehr aufregend war für mich der Moment als ich den Stern von Chuck Norris fand und dies ausgerechnet an meinem Geburtstag. Was für ein Geschenk. Nicole grösster Fund war, als wir einen Victorias Secret Geschäft fanden und sie dort eine bisschen shoppen konnte. Als wir letztes Mal in Hawaii waren fanden wir leider keinen Victoria Sectret und Nicole war ziemlich enttäuscht.
Der Hollywood Boulevard ist vollgestopft mit Souvenierläden, welche allen möglichen Plunder für meist 5 Dollar verkaufen. Das Essen an dieser Strasse ist völlig überteuert und schon bald haben wir Hollywood gesehen.

Wir fuhren noch an das Santa Monica Pier und den dazugehörenden Strand und waren ziemlich froh wieder einmal ein bisschen Strand und Meer zu erleben. Erstaunlicherweise war der Strand schon ziemlich voll mit Sonnenanbetern und wir gesellten uns ein bisschen zu ihnen. Es blies aber ein kaltes Lüftchen und so fuhren wir bald, im geheizten Nissan, Richtung Malibu, entlang der berühmten Strandstrasse rauf nach San Francisco und bewunderten die schönen Villen, die direkt am Strand gebaut waren. Danach gingen wir zurück in unser neues Hotel welches wieder in Inglewood lag, hier waren für uns die einzig bezahlbaren Unterkünfte, doch dieses Mal war die Umgebung ein bisschen besser, direkt neben einer Elementary School.
Der nächste Ausflug ging nach Venice Beach, dieser Fleck hat uns in L.A. am besten gefallen, hier hat es eine kilometerlange Strandpromenade, welche mit tollen Geschäften und Restaurants gesäumt ist. Hier genossen wir ein feines Mittagessen und sahen im dortigen einmalig geilen Skatepark die örtlichen Skater ihre Tricks vollführen. Echt, ich hätte mir gewünscht so etwas in meiner Jugend gehabt zu haben. Wir hatten Glück und konnten noch einem Skateshooting eines berühmten Skatemagazins zuschauen und genossen die tolle Athmosphäre. Hier lässt es sich leben,
doch auch hier ist es sehr schwer etwas normales zu Essen zu finden, alles was man bekommt ist sehr fettig und daher ist es auch kein Wunder das die meisten Amerikaner in unseren Augen doch etwas übergewichtig sind. Hier scheint dies normal zu sein. Auch sah man hier überall die Green Doctors Aphoteken, welche einen mit Visitenkarten anlocken versuchten.

Einen tollen Ausflug führte uns in den Knotts Berry Themenpark, welcher mit Achterbahnen und anderen Attraktionen voll war. Es hatte einige tolle Bahnen, doch irgendwie hatten wir ein bisschen Pech und der Park war voller Schulklassen. So kamen wir uns doch sehr überaltert vor und mussten zum Teil lange anstehen, was normalerweise unter der Woche nicht der Fall sein soll. Wir genossen noch eine Mythic Show in welcher uns die Lebensart der Indianer mittels 3D Spezialeffekte näher gebracht wurde. Die Bahnen waren toll, doch irgendwie auch sehr kurz. Im Europa Park hat es zum Vergleich die besseren Bahnen. Eigentlich wollten wir an diesem Tag in den Six Flags Park gehen, doch dieser war noch in der Winterpause und öffnete erst eine Woche später. Natürlich lassen wir uns diesen Park nicht entgehen und so gestalteten wir unseren Plan etwas um und kommen zu einem späteren Zeitpunkt nochmals zurück. Unsere nächste grosse Stadt die wir als Ziel hatten war San Diego, die ja total anders als L.A. Sein soll. Wir lassen uns überraschen :-)

Wie es uns in San Diego gefallen hat und was wir dort erlebt haben, lest ihr in unserem nächsten Bericht.

Euer Weltreiseteam
Nicobi

Dienstag, 18. März 2014

Tokio Japan Reisebericht

Kaum durch die Immigration am Narita Flughafen mussten wir dringend aufs Klo und gleich haben wir unsere erste Überraschung erlebt. Obwohl es eine öffentliche Toilette war, war sie extrem sauber und man hätte den Boden lecken können. Kaum in der Kabine wunderten wir uns ab den vielen Knöpfen bei einer öffentlichen Toilette, es hatte sicher sieben verschiedene Knöpfe und wir dachten uns, für was welcher Knopf sein könnte. Doch leider war nur die Hälfte davon auf Englisch angeschrieben, der Rest nur auf Japanisch und in Blindenschrift. Was ich lesen konnte war, „shower, deodorizer und strength“. Also diese Toiletten verfügen doch tatsächlich über ein Klosomat mit verstellbarer Stärke, verstellbarer Wärme und dazugehörendem Föhn, einen Duftabzug, einen Deodorantspray, beheizter Klohschüssel, natürlich auch regulierbar und über leise Musik, damit der Nachbar die Sitzung nicht mitbekommt. Was für ein geiles Land, vergleicht man es zu uns oder dem Rest der Welt :-) Dies war unser erster Eindruck, nach einem recht einfachen Securitycheck. In Japan herrscht so ziemlich striktes Rauchverbot auf der Strasse und auf öffentlichen Plätzen, ab und an findet man eine gekennzeichnete Raucherzone in der doch recht chaotischen Innenstadt von Tokio. Shibuya, unser Viertel in dem wir das Hotel gebucht haben ist so etwas wie das trendigste Stadtviertel von Tokio. Unser Hotel lag zirka 5 Gehminuten von dem Hauptplatz entfernt, der für den weltumsatzstärksten Starbucks Coffee und eine absolut geile Strassenkreuzung bekannt ist. An dieser warten alle Japaner bis die Ampel auf grün schaltet und dann wechseln zu bester Stunde 2000 – 3000 Leute die Strassenseite auf einmal, dies in einer echt unglaublichen Art und Weise, die man als Tourist einfach fotografieren oder filmen muss. Es hat ungefähr 15 Fussgängerstreifen und diese werden auch genutzt. Kaum ist der Spuk nach einer bis zwei Minuten vorbei, fahren wieder seelenruhig die Verkehrsteilnehmer über die Kreuzung. Dies wiederholt sich so ziemlich alle 4 Minuten. Crazy.

In Shibuya hat es sehr viele Leuchtreklamen und man denkt man sei an dem Time Square in New York oder dergleichen, einfach beeindruckend. Wir erwarteten die Japaner eigentlich als sehr verrückt angezogen, aber das Gegenteil war der Fall. Uns kamen sie sehr gut und streng korrekt bekleidet rüber, selbst die Jugendlichen. Die älteren waren eigentlich ein nicht zu unterscheidender Bürokratieaffenhaufen, alle gleich angezogen, in Schwarz mit gleicher Krawatte und Aktentasche. Dies hat uns ein wenig enttäuscht, da wir eben dachten die Bewohner von Tokio seien ein wenig freeky und eben speziell bekleidet, was natürlich auch einige waren, aber die Mehrheit war es definitiv nicht. Ab und zu sieht man Frauen die sich als Püppchen (Maid) verkleiden oder so ähnliche Frisuren wie aus Mangacomics haben, natürlich in diesem Fall auch die Männer. Aufgefallen ist mir noch das praktisch in jedem Laden Sex Mangas zu kaufen waren und die erwachsenen Männer diese in ihrer Mittagspause genüsslich reinzogen. Schon etwas speziell :-)

Unser Hotelzimmer war gar nicht so klein wie wir dachten und war wirklich extrem sauber und natürlich hatten wir wieder so eine geile Toilette mit den Knöpfen auf der rechten Seite. Zu einer Zimmerausstattung gehören in Japan ein Nachthemd, für die Frau mit rosa Bordüren und für den Herrn mit hellblau, ebenso sind für jeden Gast zwei paar Hausschuhe parat, die einen für den allgemeinen Gebrauch, die andern für den Besuch in der Toilette. Nicole hat sich richtig wohlgefühlt, da in Japan so ziemlich alles geplant ist, eben selbst wie man die Toilette betreten soll :-) Selbst der Wasserkocher war schon eine Kanne, so das man direkt den Kaffee aus dem Kaffeekrug servieren konnte. Wir genossen nach unseren Ausflügen jeweils die erstaunliche Ruhe in diesem Hotel, wurden am Empfang immer sehr höflich begrüsst und gehätschelt und immer mit reichlich Trinkwasserflaschen versorgt. Natürlich mit verbeugter Haltung. Respekt.

Ein Tagesausflug brachte uns mit der hiesigen Yanamoto Linie der JR Line direkt nach Shinjuku, welches auch ein sehr beliebtes Viertel ist, nach einigem Suchen fanden wir auch das Metropolitan Government Building, das aus dem 45 Stock einen super Ausblick über die Stadt Tokio liefert. Natürlich war diese Sehenswürdigkeit gratis und man musste schon unten in der Empfangshalle vor dem Lift ordentlich in Einerkolonne einstehen. Kaum oben angekommen, half uns ein freiwilliger Helfer des Gebäudes uns persönlich die Stadt zu erklären und schaffte es noch nebenbei, die Stadtkarte die wir nach einigen Versuchen nicht mehr richtig falten konnten, einfach so wieder in die richtige Ordnung zu bringen, was wahrscheinlich an der jahrelang trainierten Origami Falttechnik gelegen hatte. Wir bedankten uns für die ausführlichen Erklärungen und schossen noch ein paar ganz tolle Fotos von Tokio aus der Vogelperspektive. Nebenan lag noch ein schöner Stadtpark mit einem Shinto Schrein, der nationalen Religion in Japan, den wir natürlich besuchen mussten. Nach einigem Suchen fanden wir auch noch ein Restaurant bei dem wir wussten was sie anboten, den das meiste ist wirklich immer nur auf Japanisch geschrieben und man hat absolut keine Ahnung was verkauft wird. Nach langem Suchen fanden wir im Bahnhof wieder unsere Linie mit der wir zurückfahren konnten, auch hier ist fast alles nur auf Japanisch angeschrieben und es ist einer der grössten Bahnhöfe der Welt mit rund 200 verschiedenen Ausgängen, was unsereins doch etwas verwirren mag.

Ein anderer Tagesausflug brachte uns in das Technologie Viertel Akihabara, in dem das grösste Elektronik Warenhaus der Welt steht. Auf unglaublichen 9 Stöcken kriegt man hier alles, aber wirklich alles was es an Elektronik gibt. Jeder Stock hat sein Themengebiet und so kann man alleine hier Tage verbringen. Leider war Nicole davon nicht so begeistert wie ich und so durfte ich nur einen Schnellrundgang durch das ganze Gebäude drehen. Echt irre was es hier gibt. Da sieht man das die Japaner Welten vor uns liegen in jeglicher technischer Hinsicht. In Akihabara ist auch das berühmte Mangazentrum, welches wir nach reichlichem Suchen auch gefunden haben. Doch dies war nicht so toll wie angenommen und auch relativ klein, währenddessen sonst im Viertel wirklich alles auf Computerspiele, Technik und Mangas ausgerichtet war. Wir waren noch im einem der vielen Sega Clubs die auch auf mehreren Stockwerken Spielhallen mit Geräten die uns nicht bekannt sind, und dessen Sinn ich heute noch nicht verstehe, versehen waren. 2 Stöcke widmeten sich ausschliesslich den Automaten bei denen man etwas per Greifkralle raus transportieren kann. Alle waren mit Mangafiguren oder mit Stofftieren im Mangastyle gefüllt und ich hatte leider Pech und bekam auch nach mehreren Versuchen kein Souvenir aus dem Automaten. Schade.

Ein bisschen versteckt, hatte es in unserem Viertel eine Strasse mit guten italienischen Restaurants, eines davon haben wir ausprobiert und waren überrascht, dass die Angestellten dort italienisch Sprachen, obwohl sie gar kein richtiges italienisch konnten, ausser den standart Wörtern. Das war lustig aber das Essen hat sehr gut geschmeckt und auch das Glas Rotwein kam nicht wie sonst in Asien tiefgekühlt daher. In Shibuya hat es vor allem sehr teure Kleidergeschäfte und auch supergeile Sneakerstores, bei denen ich endlich auch meine geliebten Airmax 90 in endlosen Ausführungen bestaunen konnte. Doch leider waren sie schon ein bisschen zu teuer, daher muss ich mich nun immer noch mit meinen abgetragenen 90ern und den gefälschten Airforce 1 herumschlagen.

Leider verging die Zeit in Tokio doch sehr schnell und bald hiess es wieder unsere sieben Sachen zu packen und uns auf den Flug nach Los Angeles vorzubereiten. Gerne wären wir noch ein bisschen länger geblieben, doch unsere strikte Planung verzeiht keine grossen Änderungen, vor allem bei den Flugtickets nicht.

Wie es uns in Los Angeles und Hollywood ergangen ist und wie es uns da gefallen hat, lest ihr in unserem nächsten Bericht.

Euer Weltreiseteam
Nicobi

Mittwoch, 12. März 2014

Durchhaltebericht Manila Flughafen

Eigentliche Flugzeit Manila-Tokio direkt: 4,5 Std.
Geplante Flugzeit Manila-Kuala Lumpur-Tokio: 12,5 Std.
Wirkliche Reisezeit Manila-Tokio: 19 Stunden

Wir hatten ein ungutes Gefühl bei unserem bevorstehenden Flug, denn wie schon geschrieben sollten wir mit der Malaysian Airlines von Manila über Kuala Lumpur nach Tokio reisen und die selbe Maschine hätte uns in Kuala Lumpur aufgeladen, der selbe Flugzeugtyp, nämlich eine Boeing 777-200 die jetzt gerade noch vermisst wird. Wir checkten ein und haben uns da schon ab den Sicherheitsvorkehrungen der Fluglinie gewundert. Klar muss nun alles besser kontrolliert werden, darum haben wir uns schon 3 Stunden vor dem Abflug im Flughafen eingefunden, um ohne Stress einchecken zu können, doch irgendwie waren wir schon da im letzten Drittel der Eincheckenden. Gute 70 Minuten Schlangestehen für das Einchecken hat uns schon ein bisschen genervt und wir mussten noch zusätzliches Papierkramzeugs ausfüllen. Wir bekamen unsere Tickets und begaben uns zur Immigration, diese hat gut nochmals 30 Minuten in Anspruch genommen, so das wir zur Boardingzeit eigentlich gerade drinnen waren. Malaysia Airlines boardet eine Stunde vorher ein, so dass wir noch kurz auf die Toilette gehen konnten und die letzte Zigarette in dem viel zu kleinen Raucherraum reingezogen haben. Im Flugzeug, wir hatten Fensterplätze, machten wir es uns bequem und ein malaysischer Businessman, der laut Pass ständig nach Zürich reist, sass neben mir im Sitz. Wir unterhielten uns noch über diesen verschwundenen Flieger und er sagte mir, dass er denke das es ein technischer Defekt gewesen sein müsse. Es war Zeit zum losfliegen, doch es ging gar nichts. Nach gut einer Stunde bemerkte Nicole die den Fensterplatz inne hatte, das draussen eine menge Menschen hin und her eilten und plötzlich sagte sie „Schau jetzt räumen sie unser Gepäck wieder raus“. Wir hatten ein ungutes Gefühl, da uns auch niemand informierte was nun los sei. Plötzlich hiess es, aufgrund eines technischen Defektes können wir heute und durch die Nacht nicht mehr fliegen und wir sollen alle aussteigen. Der nächste Flug gehe dann wahrscheinlich um 9 Uhr am nächsten Tag. Scheisse haben wir gedacht, denn wir hatten ja den Anschlussflug nach Tokio mit der selben Gesellschaft. Durch das fehlerhafte Buchen unseres Reiseanbieters hatten wir eh schon einen Tag verloren, denn Ursprünglich wollten wir 4 ganze Tage Tokio geniessen. Nun waren es nur noch 3 und durch diesen Zwischenfall nur noch 2. Wer bezahlt jetzt das super teure Hotel in Tokio? Wie kommen wir nach Tokio? Diese Fragen plagten uns in diesem Moment.

Wir wurden in der Gruppe aus dem Flughafen in Busse befördert, die uns zum Heritage Hotel Manila gebracht haben. Wenigstens ein anständiges Hotel, eigentlich ein 5 Stern Schuppen, der aber schon ein bisschen in die Jahre gekommen ist, denn unser Hotelzimmer wirkte ein bisschen abgelebt. Beim einchecken erfuhren wir noch mehr Details über unsere Weiterreise. Morgens um 6:30 Uhr sollen wir wieder in die Busse steigen und wieder an den Flughafen um in den Flieger zu steigen. Uns wurde im Restaurant noch ein Nachtessen spendiert, wir durften von dem reichhaltigen Buffet unsere Bäuche vollschlagen. Es war ein gutes Buffet, jedoch nicht zu vergleichen mit dem Hilton Millenium Buffet in Bangkok. Ich sah am Eingang noch Schilder von einem Casino und wollte nach dem Essen noch einen Blick reinwerfen, doch auf der Suche danach wurde mir bewusst das es gar keines gibt. Super.

Am nächsten Morgen fuhren wir pünktlich zum Flughafen, kaum drinnen erwartete uns wieder die lange Eincheck-Schlange vor den Malaysia Airlines Countern. Als wir dran waren, wollten sie uns ein Ticket andrehen, bei dem wir 12 Stunden Wartezeit in Kuala Lumpur verbracht hätten. Dies fanden wir überhaupt nicht lustig und akzeptierten dies nicht. Es kann doch nicht sein, das wir noch mehr Zeit investieren sollten, wäre der Weiterflug kurz danach gewesen, hätten wir dies natürlich akzeptiert. So hielten wir den Supervisor auf Trab und wir mussten eine ganze Zeit lang auf der Seite warten und wussten nicht wie es weitergeht. Er kam 2 mal zu uns, ob wir nicht doch diesen Flug den sie uns angeboten hatten nehmen würden. Ich sagte ihm das Malaysia ja in der One World Gruppe sei und er sich doch etwas überlegen sollte, so dass wir nicht 12 Stunden Wartezeit in KL hätten. Nach gut 30 Minuten kam er zu uns und sagte wir sollen ihm folgen, er hätte für uns Direktflüge mit der JAL Japan Airlines organisiert. Wie fett ist das denn :-) Dort kurz eingecheckt und bald darauf sassen wir im Warteraum der JAL und boardeten zu genehmer Zeit in den Flieger ein. Wir hatten unsere Freude, denn so verloren wir nicht noch einen Tag in Tokio und waren eigentlich nur 8 Stunden später als ursprünglich geplant in Tokio. Supersache.

Ach ja, als wir aus dem Bus vor dem Flughafen ausstiegen, wunderten wir uns ab dem Reporterteam und Fernsehkameras welche sehr interessiert an den Details des abgesagten Fluges waren. Ich gab noch ein Kurzinterview und so kamen wir noch in ein oder zwei Zeitungen, wie wir dann bemerkt hatten. Nicole war sogar kurz in einem Fernsehbericht zu sehen, leider nur von hinten, aber wir haben herzlich im Nachhinein darüber gelacht.




Sonntag, 9. März 2014

Reisebericht Manila

Nach unserem Aufenthalt in Boracay, sind wir mit der Air Philippines Maschine die etwas älter war nach Manila geflogen. Von oben sieht diese riesige Metropole gar nicht so gross aus, was wahrscheinlich daran lag, das wir sie vom Meer her angeflogen sind. Kaum ausgecheckt sind wir erst mal im Burger King einen Burger essen gegangen, denn auf Boracay und Panglao gab es keinen :-) Danach ging es per Taxi nach Makati, der etwas gehobenere Stadtteil von Manila City, in dem auch praktisch alle Hochhäuser dieser Metropole stehen. Leider haben wir hier nur 2 Nächte gebucht bevor es weiterging nach Tokyo. Am ersten Abend liefen wir in der Gegend rum und wunderten uns ab den tausenden Fastfoodläden und das uns niemand mehr etwas verkaufen wollte. Hier wird man eigentlich in ruhe gelassen, ausser das es vermehrt bettelnde Kinder hat. Schaut man genau hin sieht man dahinter meist Erwachsenen Personen oder Eltern, die leider ihre Kinder vorschicken um bei den Touristen die Hand hinzustrecken. Im Gegensatz zu den bisher bereisten Ländern ist uns dies stark aufgefallen. In Thailand, Malaysia oder Kambodscha verkaufen die Kinder wenigstens etwas oder machen eine Breakdance Show bei denen man gerne etwas gibt.

Wir sind im MNL Boutique Hostel abgestiegen, welches endlich ein normales Bett hatte und Nicole und ich konnten so die erste Nacht wiedermal gut durchschlafen, meist bei voller Leistung der Klimaanlage. Am Morgen gab es Frühstück und so konnten wir gestärkt, den einen ganzen Tag in Manila angehen. Uns wurde gesagt wir sollten in eine der riesigen Malls gehen und so beschlossen wir uns die berühmte Glorietta Mall anzuschauen. Auf dem Weg dorthin wollte uns wiedermal ein Taxifahrer verarschen und wollte den Taximeter nicht einschalten. Vom verlangten Preis bezahlten wir aber nur die Hälfte und verliessen lachend das Taxi. Auf gings in die Glorietta Mall, wir bekamen unseren Kiefer fast nicht mehr geschlossen, denn die Mall war wirklich riesengross, soetwas haben wir jetzt auf unserer Reise noch nicht gesehen. Sie war zwar nur dreistöckig, aber von der Fläche her nicht in einem Tag zu bewältigen. Leider konnten wir die meisten Läden nur betrachten, da unser Reisebudget nicht wirklich viel zuliess. Am Nachmittag gönnten wir uns noch einen Kinofilm in der Mall, es war Non Stop, ein Flugzeugfilm, passend zu der jetzt vermissten Flugmaschine, die zurzeit in allen Medien das Thema Nummer eins ist. Er war nicht schlecht und wir waren nach der riesen Tüte Popcorn auch richtig voll :-) Wir mussten anschliessend noch das die philippische Fastfoodkette Jollibee besuchen welche es eigentlich überall geben sollte, doch bei den von uns besuchten Orten nie einer vorhanden war. Ja ich weiss, wir sind Fastfoodjunkies :-)

Wir spazierten nachher noch gemütlich zurück, über einen Park und da genossen wir noch einen leckeren Kaffee während die örtlichen Einwohner ihre Jogastunden abhielten. In Manila hat es sehr viele Jeepnees, welche für die Philippinos wie Busse fungieren, diese sind wirklich eine Augenschmaus und meistens sehr bunt gehalten. Vorne steht immer angeschrieben in welchen Stadtteil sie ihre Runden abfahren. Es sind meistens ausgemusterte Armeetransportfahrzeuge welche nun umfunktioniert wurden, eine Katalisator kennen hier aber die wenigsten, daher stinkt es in den Strassen extrem von Abgasen. Am Abend genossen wir noch ein leckeres Essen und waren eigentlich schon wieder Müde, wir genossen noch den Abend bei einer Partie UNO und ich schrieb noch den Boracay Blog.

Viel gibt es leider nicht mehr zu erzählen, gerne wären wir noch länger in dieser Stadt geblieben, doch unsere Planung treibt uns stetig voran. Jetzt gehen wir dann gleich zum Flughafen wo wir dummerweise zuerst zurück nach Kuala Lumpur fliegen um von dort mit der Malayan Airlines nach Tokyo Shibuya zu fetzten. Es wird einen langen Transporttag geben und wir hoffen das alles gut verläuft, denn die selbe Gesellschaft vermisst zur Zeit den selben Fliegertyp, der vom selben Ort, aus Kuala Lumpur geflogen ist. Hoffen wir das Beste, doch statistisch gesehen sollte nun nichts mehr passieren.

Wie es uns in Tokio ergangen ist, lest ihr natürlich in unserem nächsten Blog Reisebericht.

Euer Weltreiseteam
Nicobi